Staßfurt l Wolfgang Weißleder ist einer der Ehrenamtlichen, der das Staßfurter Stadt- und Bergbaumuseum mit Leben erfüllt. Bei allem was anfällt, ist er zur Stelle. Außerdem ist der Löderburger auch in der Hobbykunstszene kein Unbekannter. Mit seinen Bildern hat er schon mehrere Ausstellungen bestückt.

Wolfgang Weißleder stammt ursprünglich aus Güsten. Der Schritt in die Altersteilzeit vor einigen Jahren war für ihn der Schritt, etwas Gemeinnütziges in seiner Freizeit zu tun - und zwar im Museum. Dort gibt es immer viel zu tun. „Wenn Herr Scholl ruft“, gemeint ist der Museumsleiter Michael Scholl, „dann sind wir zur Stelle“, so Wolfgang Weißleder, der auch Mitglied im Museumsbeirat ist. Der 66-Jährige betont gleich, dass noch weitere Ehrenamtliche fleißig das Museum unterstützen, etwa Hartmut Hoffmann, Bernd Janisch, Anja Thieme und Klaus-Dieter Knust.

Im Museum fallen immer wieder Instandhaltungsarbeiten und kleine Neuerungen an - streichen, ausbessern oder aufräumen. Kommen neue Ausstellungen, müssen Bilder angebracht werden, manchmal müssen die Ausstellungsstücke auch von etwas weiter entfernt abgeholt werden. Hängesysteme müssen angebracht werden, die Außenanlage gepflegt, Zäune gestrichen werden. Die Museumsfreunde sind beim Auf- und Abbau der Sonderausstellungen dabei.

Freund des Museums

„Für mich ist das Staßfurter Museum eines der besten, die ich kenne“, erklärt der Löderburger. „Es wird alles gezeigt, was sich historisch in Staßfurt abgespielt hat.“ Der Reichtum der Sammlungen sei beispielhaft. Und bei den wechselnden Sonderausstellungen sei die Vielfalt der Themen so groß, „dass man alles Interessante aus Staßfurt hier schon einmal vertreten hatte.“

Das Museumsteam, mit Michael Scholl und seiner ständigen Helferin Marion Kairies, sei so etwas wie der Kern dieser engagierten Gemeinschaft. Wie bei einer Familie haben sich um sie herum der Museumsbeirat und die vielen Freunde und Fans des Museums gescharrt. Und wie es in einer Familie so ist, stehen die Mitglieder bereit, wenn es darauf ankommt. „Ein Anruf genügt“, sei die Devise. Besonders gefällt Wolfgang Weißleder auch, dass Michael Scholl den Museumsfreunden die Möglichkeit gibt, sich einzubringen. Hier können eigene Ideen angebracht und umgesetzt werden. Michael Scholl wiederum kann die Museumsfreunde nur loben: „Ich habe ein tolles Team, das immer mit Herz und Seele dabei ist und das bestärkt mich wiederum in meinem Tun.“

„Viele unserer Besucher kommen immer wieder“, weiß Wolfgang Weißleder. Den Sonderausstellungen fieberten die Fans entgegen, ihre Eröffnungen seien ein Klassiker. „Die Leute drängen sich bei diesen Eröffnungen im Keller geradezu. Das zeigt, wie beliebt unser Museum ist.“

Hobbymaler

Aber Wolfgang Weißleder malt auch selbst und gehörte schon mehrmals zu den Ausstellern im Museum. Das Malen hat er sich selbst beigebracht, indem er sich in Büchern belesen hat. Heute sind vor allem Stadtansichten, Landschaften, Frauenportraits, Tiere und Blumen seine liebsten Motive. „Meistens mache ich Fotos vor Ort und setze mich dann zuhause in Ruhe hin und nehme mir das Fotos beim Malen als Vorbild“, erklärt er seine Vorgehensweise.

Typische Staßfurter Motive wie der Schiefe Turm aus früheren Zeiten gehören zu seinen Bildern, aber auch Stadtansichten seiner bisherigen Reisen. 2008 und 2009 hatte er eine Ausstellung über Mitteldeutschland gezeigt mit Stadtansichten von Magdeburg, Dresden und Erfurt. In Lehrte stellte er als Vertreter der Partnerstadt Staßfurt ebenfalls aus. Im kommenden Jahr will er seine nächste Ausstellung im Museum angehen. Zuhause hat Wolfgang Weißleder drei große Räume eigens für seine Bilder eingerichtet, dort hängen über 100 Stück davon.

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