Staßfurt l Nachdem erst die Grundschule in Förderstedt und in der vergangenen Woche drei Kitas in der Stadt verwüstet und um Bargeld gebracht worden sind, machen die Täter jetzt offenbar weiter in Richtung Schulen.

Aus dem Gymnasium in Staßfurt wurden in der Nacht zum Sonnabend nach Angaben der Polizei im Salzlandkreis Bargeld und eine Digitalkamera gestohlen. „In Bernburg haben wir noch gar keine Aufstellung über die Dinge, die fehlen“, so Polizeisprecher Marco Kopitz. Denn in derselben Nacht brachen auch Diebe am Bernburger Gymnasium ein und durchwühlten sämtliche Räume und Schränke.

Alle Türen aufgehebelt

Zwar ist der Gesamtwert der gestohlenen Sachen am Staßfurter Gymnasium laut Polizei nicht allzu hoch, aber da etliche Türen aufgehebelt wurden, um in die Klassenräume zu kommen, werden hohe Reparaturkosten anfallen. Über ein Fenster im Erdgeschoss waren die Täter ins Haus gekommen.

Schulleiter Steffen Schmidt möchte nicht viel zu dem Vorfall sagen. „Ich möchte den Menschen, die so etwas tun, nicht auch noch Präsenz in der Öffentlichkeit geben“, bittet er um Verständnis. Eine Anfrage eines Fernsehsenders für einen Drehtermin habe er auch abgewiesen.

„Ich kann nur sagen, dass wir relativ schnell wieder zum normalen Schulbetrieb zurückgekehrt sind“, so Steffen Schmidt. „Alles läuft wieder im Takt.“ Alle Räume im Gymnasium seien heute benutzbar.

Dennoch appelliert der Schulleiter an die Bevölkerung: „Es wäre hilfreich, wenn Bürger und Anwohner um öffentliche Einrichtungen herum, die zur Zeit Opfer solcher Einbrüche werden, etwas aufmerksamer beobachten würden. Wenn sie den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt, sollten sie immer die Polizei rufen.“

Hinweise erbeten

Diesen Worten kann sich Polizeisprecher Marco Kopitz nur anschließen: „Wenn man etwas beobachtet rund um Kitas und Schulen, sollte man jederzeit die Polizei anrufen.“ Dabei müsse es nicht immer gleich der Dieb auf frischer Tat sein, der gemeldet wird. Von Bedeutung sind ebenso: Verdächtige Personen, ungewöhnliche Bewegungen und Autos rund um die Einrichtungen. All diese Dinge spielen bei den Ermittlungen eine Rolle. „Wir sind über jeden Hinweis dankbar“, sagt der Polizeikommissar.

„Dabei ist es wichtig, dass man auf Details achtet – wie die Personen aussahen, wie groß, wie alt, welche Kleidung und so weiter“, so Marco Kopitz. In der Aufregung vergesse man solche Einzelheiten oft. Jedoch könne die Polizei mit groben Angaben wie ‚Es waren drei Personen‘ kaum arbeiten. Die Einbrüche ereignen sich meistens in der Dunkelheit.

An der Einbruchsserie arbeite die Polizei aktuell „mit Hochdruck“, so der Sprecher. Trotz „erster Verdachtsmomente“ sei es jetzt Aufgabe der Polizei, die Taten auch stichhaltig nachzuweisen.