Staßfurt/Schönebeck l Man will‘s nicht beschreien, aber die vielen Einbrüche in Kindertagesstätten und Schulen im gesamten Salzlandkreis haben offensichtlich aufgehört.

Ob es tatsächlich mit dem erfolgreichen Zugriff in Borne zusammenhängt, als die Polizei in der Nacht zum 13. August zwei mutmaßliche Täter dingfest machen konnte, muss noch ausermittelt werden. Aber die Polizei geht schonmal davon aus, dass dieses Duo einige Einbrüche auf ihrem Kerbholz hat.

Ein Täter soll nach Volksstimme-Informationen aus Eggersdorf in der Gemeinde Bördeland stammen. Der zweite aus der Altmark hat einen Bezug nach Schönebeck, wo er früher gewohnt haben soll.

„Zumindest haben sich die beiden auf einige Einbrüche eingelassen“, sagt Marco Kopitz. Der Sprecher des Polizeireviers Salzland verweist auf anhaltende Ermittlungen. Die Aufarbeitung aller Fälle nehme also noch einige Zeit in Anspruch.

Demzufolge kann auch der Schaden noch nicht beziffert werden. Ein Großteil davon entstand an Türen und Fenster.

Immerhin registrierte das Revier im Bereich des Salzlandkreises über den Sommer 52 derartige Einbrüche: Zwischen 27. April und 13. August insgesamt 32 in Kindertagesstätten, bei Schulen waren es im Zeitraum vom 25. Mai (Gymnasium Staßfurt) bis 15. Juli (Wolmirsleben) insgesamt 20 Einrichtungen, die von ungebetenen Gästen heimgesucht wurden. Möglicherweise kommen noch einige Einbrüche in unmittelbarer Nachbarschaft des Salzlandkreises auf ihr Konto.

Dass nur die geschnappten 21- und 22-Jährigen Einbrecher von Borne für die komplette Serie verantwortlich gemacht werden könnten, davon geht die Polizei derweil nicht aus. Denn die Tatorte lägen zu weit auseinander, so Marco Kopitz. Im Salzlandkreis reichen sie von Elbenau über Barby, Biere, Calbe und Schönebeck bis Staßfurt, Wolmirsleben, Förderstedt und Könnern.

„Schön ist es auf alle Fälle, dass es aufgehört hat“, so der Polizeisprecher in Bernburg.

Einbruchsdiebstahl kann laut Paragraf 243 Strafgesetzbuch mit Geld-, aber auch mit Freiheitsstrafe enden.