Etgersleben l Donnerstagmittag brannte im Nachbargebäude des ehemaligen LPG-Hofes, auf dem es dieses Jahr schon zig Brandeinsätze gab, Müll. Und Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr hatte es ein leerstehendes Haus in der Munterbachstraße erwischt. „Das war dort zu 100 Prozent auch wieder das Werk von Brandstiftern“, sagte Wehrleiter Olaf Michael.

Wie er erst im Nachgang erfahren hatte, brannte es am vergangenen Wochenende auch auf dem Gelände der ehemaligen Malzfabrik. Dort stand der frühere Sozialtrakt auf der rechten Seite in Flammen. Die Feuerwehr musste hier ausnahmsweise nicht ausrücken.

41 Brände

Olaf Michael konnte gestern bereits 41 Einsätze in diesem Jahr vermelden. Im Vergleich dazu: Im vergangenen Jahr mussten von den Etgerslebener Kameraden nur 15 Einsätze, davon vier Brände, absolviert werden.

Der Wehrleiter fordert deshalb, dass die Polizei aktiver wird. „Es ist nicht damit getan, dass jedes Mal eine Streife kommt und sagt: ,Wir können nichts tun‘“, sagte Michael.

Polizei gefragt

Der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) sagte, er habe der Polizei gestern die Lage der Etgerslebener Wehr geschildert, dass die Kameraden „auf dem Zahnfleisch gehen“ und eindringlich um Unterstützung gebeten. „Hier muss mehr Polizeipräsenz in den Ort. In der Bevölkerung herrscht erhebliche Unruhe, seit es auch außerhalb des LPG-Hofes brennt“, so Stöhr.