Egeln l Am 31. Dezember 2017 zählte die Egelner Mulde 36 Einwohner weniger als ein Jahr zuvor. Die Einwohnerzahl ging damit nur leicht von 10.838 auf 10.802 zurück, teilte die Verwaltung mit. Im Jahr 2016 waren es noch 140 Personen mit Hauptwohnsitz in der Verbandsgemeinde.

Zuwachs in Tarthun

Einen Zuwachs konnten Tarthun und Hakeborn mit jeweils acht Personen und Borne mit fünf Personen vermelden. In allen anderen Gemeinden oder Ortsteilen setzte sich der Rückwärtstrend weiter fort, aber nur sehr leicht. Größte Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde bleibt die Stadt Egeln mit 3335 Einwohnern. Das sind 23 weniger als 2016.

Die Gemeinde Börde-Hakel mit den Ortsteilen Etgersleben, Hakeborn und Westeregeln kommt mit 3068 Einwohner (minus eine Person) gleich dahinter. Kleinste eigenständige Gemeinde ist Borne mit 1240 Einwohnern, gefolgt von Wolmirsleben mit 1351 Einwohnern. Kleinster Ortsteil bleibt Hakeborn mit 639 Einwohnern, gefolgt von Etgersleben mit 721 Einwohnern.

Geburtenrate steigt

Erfreulich ist, dass die Geburtenrate in der Egelner Mulde weiter ansteigt. Die Zahl der Neugeborenen erhöhte sich von 67 im Jahr 2015 auf 83 im vergangenen Jahr. Das waren dreizehn Mädchen und Jungen mehr als 2016, als insgesamt 70 Babys das Licht der Welt erblickten.

Die meisten Neubürger kann die Gemeinde Börde-Hakel mit 29 Babys vorweisen, die Stadt Egeln folgt mit 21 Babys auf dem zweiten Platz. 19 Geburten waren in der Gemeinde Bördeaue zu verzeichnen, wobei Tarthun mit dreizehn Babys da herausragt.

Neun Kinder in Borne

In Borne konnten im vergangenen Jahr neun kleine Mädchen und Jungen begrüßt werden und in Wolmirsleben fünf.

Eine Zunahme war leider auch bei den Sterbefällen zu registrieren. Verstarben 2016 insgesamt 128 Frauen und Männer, waren es im vergangenen Jahr sogar 142.

Sterbefälle

Hier führt die Stadt Egeln die Statistik mit 53 Sterbefällen deutlich an. Diese ist auch auf die dortigen Seniorenheime zurück zu führen. Ähnliches gilt für Etgersleben. In der Gemeinde Börde-Hakel verstar- ben 38 Einwohner, in der Gemeinde Bördeaue 26, in Borne neun und in Wolmirsleben 16 Menschen.

„Das Beste aber ist, dass sich die Geburtenrate um mehr als 18 Prozent erhöht hat. Das bedeutet für uns eine positive Entwicklung der Kommunen in der Egelner Mulde.“

Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) bewertete positiv, dass sich der Bevölkerungsschwund verlangsamt hat und fast zum Stillstand gekommen ist. „Das Beste aber ist, dass sich die Geburtenrate um mehr als 18 Prozent erhöht hat. Das bedeutet für uns eine positive Entwicklung der Kommunen in der Egelner Mulde“, sagte er. Es müsse weiterhin für junge Leute attraktiv sein, sich hier anzusiedeln oder hier zu bleiben. Das werde durch die günstige Lage im erweiterten Speckgürtel zur Landeshauptstadt begünstigt. „Das bietet auch Chancen, gut bezahlte Arbeitsplätze zu finden“, sagte Stöhr.