Atzendorf l Immer ausgebucht, und das oft schon ein Jahr im Voraus, nimmt die Atzendorfer Sportjugend in zwei je einwöchigen Ferienzeiten 75 Kinder auf. Dazu kommen 15 Betreuer, die alles am Laufen halten. Nach zwei Durchgängen in 2018, sind auch der 44. und 45. Durchgang 2019 mit je 120 Anmeldungen schon stark überbucht.

Noch mehr runde Zahlen

In diesem Jahr wurden auch weitere Jubiläen neben dem 20-jährigen Bestehen des Camps gefeiert: Nachdem Uwe Grenzau 15 Jahre lang die Leitung der Camps innehatte, ist es seit den letzten fünf Jahren Doreen Schäfer, die das Ehrenamt übernimmt.

Die Ferienwoche hält immer bunte Unterhaltung bereit: Sonntags ist Anreisetag. Montags geht es zum „Anbaden“ mit den Fahrrädern nach Üllnitz zum Albertinesee. Das kann man sich wie eine kleine „Tour de France“ vorstellen, wenn 90 junge Radfahrer auf dem Weg sind. Dienstag das Gleiche in Richtung Löderburger See, wo auf der großen Wasserrutsche die Rutschkönige ermittelt werden.

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Mittwochs Ausflug

Mittwochs steht eine Busfahrt auf dem Programm, in diesem Jahr zum Leipziger Zoo. Im Filmpark Babelsberg und dem Heidepark Soltau war man auch schon. Donnerstags geht es ein zweites Mal nach Üllnitz zur Neptuntaufe. Freitag fahren Teilnehmer und Betreuer mit dem Bus nach Staßfurt zum Salzland Center zum Bowling und Schwimmen, bevor der Sonnabend im Camp auf dem Sportplatz verbracht und der Abschlussabend vorbereitet wird.

An den Abenden wird auch Abwechslung geboten. Einmal kommt die Feuerwehr, einmal der Schützenverein des Ortes und dem Dartverein wird ein Besuch abgestattet. Vom Kreissportbund leiht man das Bubble-Soccer- Spiel aus, das von den Kindern begeistert angenommen wird, und eine Nachtwanderung auf dem Gelände gibt es auch.

Neptun holt sich Kinder

Ein großer Spaß ist immer der Besuch im Albertinesee, wo alle am Ufer Platz nehmen und auf den Meeresgott Neptun warten. Der ist dieses Mal eine Frau und kommt mit zwei Booten heran. „Neptune“ verkündet ihre Proklamation und hetzt ihre Häscher auf die Kinder. Die greifen sich das erste Opfer und bringen es der Meeresgottin, die von der Campleiterin Josephine Würffel dargestellt wird. Nachdem das Opfer eingeseift ist und einen abscheulich schmeckenden Saft getrunken hat, wird es getauft, zum Beispiel auf den Namen „Mit dem Strom schwimmender Riesenseestern“.

Beim Abschlussabend liefern die Kinder ihren Eltern und Familien eine witzige Show im Quartier auf dem Sportplatz mit Berichten aus dem Lager, Quiz, Modenschau, umgedichteten Märchen, Siegerehrung der Rutschkönige, der Besten beim Laserschießen und der Kinder, die an allen Tagen am Frühsport teilnahmen.