Güsten l Die Stadt Güsten sowie Vereine aus Güsten, Warmsdorf und Amesdorf rufen auf: Bürger, Gruppen, Familien, Unternehmen sind eingeladen, sich in die Organisation und Durchführung des Festes „1000 Jahre Warmsdorf“ im nächsten Jahr einzubringen.

Darauf einigten sich Bürgermeister Helmut Zander und das Festkomitee kürzlich bei einer Sitzung im Rathaus, bei der Vertreter vom Heimatverein Güsten, vom SV Warmsdorf, die Organisatoren des Adventskalenders, der Kirchengemeinde, des Dorfgemeinschaftsvereins Amesdorf/Warmsdorf oder des ESV Lok Güsten dabei waren. Das nächste Treffen, wo weitere Hilfe für das Fest gefragt ist, findet am Mittwoch, 27. September, ab 18 Uhr im Warmsdorfer Park statt. Die Einladung geht an alle.

Fest steht nach der ersten Beratung, dass im Warmsdorfer Park gefeiert werden soll. Als Termin für die Feier sind das letzte Augustwochenende oder das zweite Septemberwochenende 2018 im Gespräch, wobei die Mehrheit zu letzterem tendiert.

Zugunsten der Feier soll 2018 das Stadtfest Güsten ausfallen und Gelder aus der Stadtkasse stattdessen in das Warmsdorfer Jubiläum fließen. Fakt ist, dass die Stadt Güsten zwar Veranstalter des Festes sein wird, es aber viele Menschen im Hintergrund braucht, die das Fest letztendlich ausrichten.

Einen oder drei Tage feiern?

Große Frage in der ersten Beratung war: Wie viele Tage soll gefeiert werden? Während einige für drei Tage von Freitagabend bis Sonntag sind und Freitagabend einen Festakt wollen, tendieren andere dazu, nur einen gut gefüllten Tag zu wählen. Verteilen sich Besucher über drei Tage zu sehr? Kommen zum Jubiläum wirklich so viele Besucher? Wenn, dann „brauchen wir etwas, das die Leute zum Fest zieht“, argumentierte Joachim Rosenthal vom Heimatverein Güsten.

Können Vereine und Einwohner aus Warmsdorf drei Tage lang das Personal für Aufbau, Sicherheit, Ausschank, Belustigung und Bühnenprogramm stemmen? Zweifel daran äußerte etwa Helmut Knöfler vom Dorfgemeinschaftsverein Amesdorf/Warmsdorf, der weiß, wie wenig Freizeit die Menschen heute zur Verfügung haben für solche freiwilligen Aufgaben.

Wichtig für das Programm ist Helmut Zander, dass die Geschichte des Ortes Schwerpunkt des Festes ist. „Wenn 1000 Jahre Warmsdorf gefeiert werden, muss das Fest zeigen, was geschichtlich hier passiert ist“, sagte er. Eine historische Abhandlung über die „Grafschaft Warmsdorf“ sowie Recherchen von Peter Mempel seien Arbeitsgrundlagen. Er selbst sei mit Vertretern des Heimatvereins im Landesarchiv gewesen, wo alles Historische über Warmsdorf gesichtet wurde.

Mittelalter als Thema

Kathrin Lantzke vom Team des Lebendigen Adventskalenders Amesdorf/Warmsdorf regte an, das Schauspiel zur Warmsdorfer Geschichte aufzuführen, wie es schon bei einer Feierlichkeit für Fürst Georg gehandhabt wurde, in historischen Gewändern und mit Bühnenrequisiten. Nach der feierlichen Eröffnung des Festes am Morgen könnte dies gleich der erste Programmpunkt sein und eventuell am Nachmittag wiederholt werden.

Auf jeden Fall soll auch die Kapelle mit der Ausstellung zu Fürst Georg ins Fest integriert und geöffnet werden, waren sich alle einig.

Thematischer Rahmen des Festes soll das Mittelalter sein - wie ging es in Warmsdorf vor 1000 Jahren zu? Katrin Lantzke schlug vor, den Park entsprechend zu dekorieren, Feuerkörbe aufzustellen und Akteure in altertümliche Gewänder zu kleiden. Manfred Bölke vom Dorfgemeinschaftsverein würde Mittelalter-Schausteller wie Gaukler oder Handbrotbäcker einladen für einen Mittelaltermarkt. Spiele wie „Hau den Lukas“ oder Kuhwettmelken passen da thematisch.

Vertreter der Kirchengemeinde finden, ein Gottesdienst gehöre unbedingt zum Fest dazu, auch im Hinblick auf den historischen Schwerpunkt der Feierlichkeit. Eingeladen werden sollen auch alle ehemaligen Gemeindevertreter aus Warmsdorf. Abends soll es Tanz und Musik im Festzelt geben.

Nächstes Treffen für alle, die das Fest mitgestalten können: Mittwoch, 27. September, 18 Uhr im Warmsdorfer Park