Warmsdorf/Güsten l Oft ist es so, dass eine Runde engagierter Organisatoren kleiner wird, je näher ein geplantes Ereignis rückt. Mit dem Festkomitee zur Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier in Warmsdorf ist dem nicht so. Am Dienstagabend reichte die Tafel mit gut 30 Plätzen im Saal der Landgaststätte von Kalnassy gerade so aus.

Zahlreiche Güstener Vereine hatten tatsächlich ihre Vertreter geschickt, nachdem Ende vergangenen Jahres im Kulturausschuss der Stadt die Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert worden war. Außerdem sei bei jener Sitzung rausgekommen, so erinnerte Ausschussvorsitzende Marlies Bey, dass die Güstener Vereine 2018 auf das Stadtfest verzichten wollen (wir berichteten).

Tempelritter aus Haldensleben

Es wächst. Selbst Vertreter der Tempelritter Haldensleben hatten den Weg nach Warmsdorf gefunden und bekundeten ihr Interesse, zum 18. August ihr Zeltlager im Warmsdorfer Park aufzuschlagen und mittelalterliche Geschichte erlebbar zu machen. Unter anderem mit Bogenschießen und Schwertkämpfen. Das Festkomitee nahm das Angebot wohlwollend auf.

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Bei der Abfrage aller Vereine und Mitwirkenden durch Nicole Härtge wurde deutlich, dass ihre Liste sehr lang wird. Die Verwaltungsfachangestellte der Saale-Wipper notierte unter anderem auch, dass die Volleyballfreunde vom Freizeitverein ihren Salzlandcup, der sonst auch im Rahmen des Güstener Stadtfests ausgetragen wird, auf dem Warmsdorfer Sportplatz veranstalten würde, wenn es denn gewünscht wäre. Die Warmsdorfer haben nichts dagegen. Ebensowenig, dass die FZV-Frauen ein Kuchenbuffet vorbereiten. „Das würden unsere Frauen ja für so viele Besucher gar nicht allein schaffen“, meinte Festkomitee-Chefin Petra Schneider. Geklärt wurde auch, dass der Frauenchor Victoria neben einem Hexentanz zum Programm auch eine Salatbar beisteuern will. Die Schützen bestücken mit ihrer Bogenschützenabteilung einen entsprechenden Stand. „Wir machen, was gewünscht wird. Wir sind flexibel und helfen überall“, verkündete Michael Kruse für die Freiwillige Feuerwehr Güsten – gewünscht wurde in der Runde ein Kessel Deftiges von den Kameraden.

Versorgung aus der Umgebung

So ging das weiter mit der Bereitschaft zur Mitarbeit: Dieter Born vom Hegering Wippertal kündigte für das leibliche Wohl Wildschweinwürstchen vom Grill und vegetarische Brötchen an. Der ESV Güsten will das Fest und den Warmsdorfer SV personell unterstützen. Der Dorfgemeinschaftsverein Amesdorf-Warmsdorf kümmert sich um die Stromversorgung. Der Angelverein Warmsdorf veranstaltet ein Angeln für Kinder am Schwanenteich, der Geflügelverein eine kleine Ausstellung. Die Reihe ist längst nicht vollständig.

Der Güstener Vize-Bürgermeister Gerhard Malkowski zeigte sich von der „sehr positiven Entwicklung“ begeistert – im Vergleich zur ersten Versammlung zum Thema 1000 Jahre Warmsdorf. „Das ist ja geradezu harmonisch, und es ist eine Gemeinschaft zu erkennen.“ Die Unterstützung seitens der Stadt liege nicht nur bei den 1000 Euro. Der Bauhof wäre noch zu integrieren. Und die Sponsorensuche werde von der Verwaltung auch unterstützt.