Schneidlingen l Rauchwolken über Schneidlingen. Sie ziehen Dienstagnachmittag auf. Die vier Feuerwehren der Stadt Hecklingen werden alarmiert. Der Pieper der Kameraden meldet sich 16.42 Uhr.

Der Dachstuhl eines Gebäudes und eine Scheune auf zwei Grundstücken im Baumgarten brennen. Zwei Fahrzeuge, die darin abgestellt wurden, werden beschädigt, können aber von den Feuerwehr gerettet werden. Später stellt sich heraus, es handelt sich um einen Großbrand. 70 Kameraden sind mit 13 Löschfahrzeugen vor Ort. „Der Dachstuhlbereich hat angefangen zu brennen. Nach und nach hat sich das über das ganze Gebäude gezogen“, berichtet Hecklingens Stadtwehrleiter Steffen Bruchhardt. Er und seine Helfer aus Hecklingen, Groß Börnecke, Schneidlingen und Cochstedt sind alle da. Müssen nach dem Eintreffen aber weitere Unterstützung anfordern. Die Ortsfeuerwehr Staßfurt wird alarmiert.

Sie stellt die benötigte Drehleiter zur Verfügung. Denn das Gebäude muss von oben und später von innen gelöscht werden. „Zehn Einsatzkräfte waren über den gesamten Einsatz im Innenangriff“, berichtet Steffen Bruchhardt. 24 entsprechende Atemschutzgeräte werden gebraucht. Die Ortsfeuerwehr aus Neundorf rückt mit Atemschutzüberwachung an.

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Gegen 1 Uhr in der Nacht ist der Einsatz nach Restlöscharbeiten beendet und die letzte Feuerwehr kann abrücken, berichtet der Stadtwehrleiter.

Was ist die Brandursache?

Dazu kann Steffen Bruchhardt sagen, dass die Leitstelle den Kameraden bei der Alarmierung mitgeteilt hat, dass ein Holzstapel angefangen hat zu brennen. „Wieso, weshalb, warum, muss die Polizei ermitteln“, erklärt er. Die Beamten führen entsprechende Untersuchungen durch. „Die Brandursachenermittlung läuft. Dazu ist der Brandort beschlagnahmt“, sagt der Sprecher der Polizei im Salzlandkreis Klaus Peter Schneider. Er sprach von einem „erheblichen Sachschaden“, der entstanden ist und bezifferte diesen mit rund 130.000 Euro. Bei dem Objekt habe es sich um eine alte Scheune gehandelt, die über zwei Grundstücke ging, wobei es sich bei dem einen Teilstück vermutlich um eine ausgebaute Werkstatt gehandelt habe. Zudem wird berichtet, dass das Gebäude genutzt, ausgebaut, aber nicht bewohnt war. Eines der zwei geretteten Fahrzeuge, die darin standen, soll ein Oldtimer gewesen sein.

Auch der Bürgermeister der Stadt Hecklingen Uwe Epperlein (WGH) sowie Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadtverwaltung und der zuständige Stromversorger waren am Dienstag vor Ort.