Staßfurt l Einsatz für die Staßfurter Feuerwehr am frühen Sonnabendabend. Um 18.44 Uhr meldete die Leitstelle den Mittelbrand in einer Garagenanlage hinter der Kegelbahn in der Charlottenstraße. „Als wir am Brandort eintrafen, brannte eine Garage in voller Ausdehnung. Die Flammen schlugen uns aus dem Tor entgegen“, sagt Einsatzleiter Thomas Esch. Die Dachpappe war so heiß geworden, dass sie Blasen bildete. Es qualmte stark, was die Anwohner in der Nachbarschaft unmittelbar mitbekommen hatten und woraufhin sie die Einsatzkräfte verständigten. Das Tor der Garage sei geöffnet gewesen, berichtet Thomas Esch. In ihr standen alte Möbel und Hausrat.

Schaumteppich

Die Feuerwehr rückte mit 18 Kameraden und fünf Fahrzeugen an. Nach den stadtweiten Hydrantenkontrollen der vergangenen Wochen wussten die Einsatzkräfte, dass es in unmittelbarer Nähe keine direkte Wasserversorgung gibt. Für den ersten Löschangriff nutzen sie deshalb viel Schaum. „Wir haben einen Schaumteppich über das Feuer gelegt und es so erstickt. Diese Methode ist effektiv und spart das Wasser, das wir auf den Fahrzeugen mitführen“, erklärt Thomas Esch.

Schlauchstrecke

Gleichzeitig bauten weitere Kameraden die Löschwasserversorgung zu einem Hydranten auf. Dazu mussten sie auf einer Strecke von rund 800 Metern Schläuche zur Kreuzung Charlottenstraße/Hohenerxlebener Straße verlegen. Als die Leitung stand, nutzen die Feuerwehrleute auch Wasser zum Löschen und zum Sichern der benachbarten Garagen. In einer leerstehenden direkt nebenan habe es bereits starke Rauchentwicklung gegeben. „Wir mussten davon ausgehen, dass durch die Hitzeeinwirkung das Feuer übergeschlagen ist“, sagt der Einsatzleiter.

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Ermittlungen

Nach einer Stunde hatten die Kameraden den Brand zunächst gelöscht. Um 20.58 Uhr mussten sie jedoch erneut zur Garage ausrücken. Ein Schwelbrand hatte sich entwickelt. Jetzt öffneten die Feuerwehrleute das Tor komplett und löschten die Garage erneut mit Wasser ab.

Die Polizei des Salzlandkreises war vor Ort. Die Ermittlungen werden aufgenommen. Offiziell gibt es noch keine Aussagen zur Ursache. Aber in den Garagen liegt kein Strom an und am Brandort wurde ein Benzinkanister gefunden. Außerdem gingen Feuerwerkskörper hoch, als die Feuerwehr mit dem Löschen begann. Anlieger berichten, dass die Garage immer mal wieder verschlossen und dann wieder offen ist.