Staßfurt l Bereits zum dritten Mal hat die Kinderfeuerwehr Staßfurt die Eltern ihrer Mitglieder zum Elterntag eingeladen. „Die Resonanz der vorhergehenden Veranstaltungen hat uns überzeugt, diesen Weg weiter zu gehen“, sagt Kinderwart Tobias Kuske.

Bei den „Familiendiensten“ betrachten die ehrenamtlichen Retter verschiedene Ansätze. „Zum einen wollen wir den Vätern und Müttern zeigen, was ihr Nachwuchs bei der Kinderfeuerwehr lernt, was konkret die Dienste ausmacht.“ Das Wissen darum sei dann Ansporn für die Großen, das Hobby der Kleinen zu tragen und ihr Interesse an der Feuerwehrarbeit zu fördern. Darüber hinaus gehe es aber auch um die Erziehungsberechtigten selbst. „Vielleicht macht der Blick hinter die Kulissen neugierig und die Eltern entschließen sich dazu, in die Feuerwehr einzutreten.“

Sportlich

Die Aktionstage stehen immer unter einem Motto. Jetzt hieß es „Es wird sportlich“ in der Wache an der Atzendorfer Straße. Das Team der Kinderfeuerwehr hatte dazu einen Stationsbetrieb aufgebaut. „Hier ging es darum, dass sich alle kennenlernen, bewegen, aber auch Koordination und Vertrauen zueinander üben“, berichtet der Jugendwart. Alles Dinge, die im Einsatz verlässlich zählen müssten. Dreieinhalb Stunden haben sich die Teilnehmer damit beschäftigt.

Bilder

Einen Erfolg zeige der Tag bereits, so Tobias Kuske. Denn die Nachwuchskräfte hätten wieder mehr über sich erfahren. Die Kinderfeuerwehr führt bei ihren Diensten Sechs- bis Neunjährige spielerisch und altersgerecht an die Arbeit der Feuerwehr heran. „Die Kinder lernen die Fachbegriffe kennen, in der Theorie vermitteln wir, was Feuerwehr ausmacht.“ Dazu gebe es Hilfsmittel, speziell auf die Jüngsten ausgerichtet. Knotenkunde, Funkausbildung, Fahrzeug- und Gerätekunde, Brennen und Löschen, Absuchen von Räumen bei Dunkelheit oder Erste Hilfe sind Themen der Treffen. Dabei dürfen die Kinder allerdings nicht mit den Gerätschaften der aktiven Einsatztruppe arbeiten. Aus Versicherungsgründen und weil diese Geräte selbstverständlich für den Ernstfall gedacht seien, so der Kinderwart. Er und sein Team sind aber erfinderisch und lassen sich gemeinsam mit Wehrleiter Steffen Aermes viel einfallen, um den Unterricht spannungsvoll und anschaulich zu gestalten. Alles solle nämlich auch praktisch ausprobiert werden. So zum Beispiel der klassische Löschangriff. Dafür halten dann handelsübliche Gartenschläuche her. Für sie hat Steffen Aermes extra einen Verteiler gebaut, damit die Kinder erkennen, wie Schlauchstrecken aufgebaut werden.

Wissen

Neben der Vermittlung des Feuerwehrgrundwissens dienen die Dienste auch dazu, um die Kameradschaft zu pflegen. Zeltlager und spielerisch-sportliche Aktionen ermöglichen das Treffen mit anderen Kinderfeuerwehren auf Stadt- sowie Kreisebene und festigen den Zusammenhalt. „Alles soll einfach immer Spaß machen und die Kinder mitreißen“, sagt der Kinderwart.

15 Kinder sind derzeit in der Staßfurter Truppe organisiert. Neben Kinderwart Tobias Kuske kümmern sich auch Sandra Öhmig, Michael Wassermann, Robin-Charleen Engel und Maria Krieg um die Ausbildung. Erreichen die Kinder das zehnte Lebensjahr, können sie in die Jugendfeuerwehr wechseln. Das, so Tobias Kuske, sei gerade wieder passiert. Deshalb gibt es auch viele „Neulinge“ bei den Kindern und das Kennenlernen untereinander und mit den Eltern sei wichtig gewesen.

Kontakt

Am 8. September hat die Staßfurter Kinderfeuerwehr ihren nächsten Dienst. Wer sich fürs Mitmachen interessiert, auch in den anderen Abteilungen der Staßfurter Feuerwehr, kann sich bei Tobias Kuske unter der E-Mail-Adresse kuske.tobias@googlemail.com melden. Informationen bietet auch das Internet unter www.feuerwehr-stassfurt.de und www.feuerwehr-stassfurt.de/Kinderfeuerwehr