Wolmirsleben l 23 Frauen und Männer ist die Einsatzabteilung der Feuerwehr Wolmirsleben stark. Das ist nur ein Drittel der Gesamtmitglieder. In Zukunft will die Feuerwehr weiter am Ball bleiben, um neue Mitglieder für den ehrenamtlichen Dienst in der kommunalen Einrichtung zu gewinnen. Mit Sandra Stock und Jens Jasper ist dies den Kameraden bereits gelungen. Die beiden sind sogenannte Quereinsteiger und sind im reiferen Alter zur Feuerwehr gestoßen. Sandra Stock ist sogar schon einige Jahre Mitglied. Erst im vergangenen Jahr absolvierte sie den ersten Teil der Grundausbildung. Sie habe sich das vorher nicht zugetraut, sagt sie auf Nachfrage.

Offenbar hatte sie andere Erwartungen an die Grundausbildung. Nach dem Absolvieren des ersten Teils wolle sie gern weiter die Schulbank bei der Feuerwehr in der Freizeit drücken, kündigt sie an. Der Lehrgang habe viel Spaß gemacht, sie habe viel gelernt. Als nächstes, meint Mike Fries, könne sie zum Funklehrgang, um den Umgang mit dem Funkgerät zu erlernen. Zur Belohnung für die Mühen erhält die junge Frau ihre ersten Schulterstücke für die Uniform.

Bilanz

In Zukunft wird auch sie mit ausrücken, wenn die Sirene im Ort heult und die ehrenamtliche Truppe ruft. 34 Mal passierte dies im vergangenen Jahr, zeigte der Ortswehrleiter in seiner Jahresbilanz. Zu ihrer eigentlichen Kernaufgabe, dem Löschen von Bränden, wurden die Wolmirslebener nur zweimal gerufen. Bei 30 Einsätzen hatten die Kameraden vor allem Sturmschäden zu beseitigen. Es ist nicht das erste Jahr, in dem Unwetter die Feuerwehr auf Trab halten, sagte der Ortswehrleiter.

Technik

Inzwischen sei die Mannschaft so gut im Umgang und der Pflege der Kettensäge, dass die wichtigsten Arbeiten von den Kameraden selbst ausgeführt werden können. Ausgerüstet ist die Wehr mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug mit einem kleinen Wassertank an Bord sowie mit einem Kleinbus, um die Kameraden zum Einsatzort zu bringen. Außerdem gibt es noch fünf Anhänger im Gerätehaus mit verschiedenen Ausrüstungsschwerpunkten. Darunter befindet sich auch ein Schlauchanhänger, auf dem 400 Meter Schlauch verlastet sind. Der komme dann zum Einsatz, wenn die Feuerwehr zu einem Brand gerufen werde und die Wasserentnahmestelle sehr weit entfernt davon liegt, sagte Mike Fries.

Im vergangenen Jahr hat die Wehr neue LED-Scheinwerfer sowie ein Funkgerät angeschafft. Ein Unternehmen sponserte zudem einen Schwimmsauger. Mit dem Gerät sei es möglich, auch aus einem flachen Gewässer Wasser zu ziehen.