Üllnitz l Nun werden die vereinigten Feuerwehren von Üllnitz, Glöthe und Förderstedt einziehen. Die Wehrleiter der Einheiten freuen sich über das Haus. Und sie blicken zuversichtlich in die Zukunft.

Aus Drei mach Eins. Das klingt vielleicht manchmal leichter, als es ist. Das Thema Fusion haben die Kameraden aus Üllnitz, Glöthe und Brumby in den vergangenen Jahren kontrovers diskutiert. Die Feuerwehren haben Häuser, die nicht mehr den modernen Ansprüchen gerecht werden. Personell ist man vereint schlagkräftiger. Aus den Reihen kam seit 2012 die Idee zum Zusammenschluss. Politik und Verwaltung würdigten das und legten 2013 auch fest, dass es ein neues Feuerwehrhaus geben soll. Ein schneller Grundstückskauf mit Zustimmung des Rates war Ausdruck für die Unterstützung. Aus Magdeburg gab es bald auch Signale, den Neubau als Ausdruck der Fusion finanziell fördern zu wollen. Die Zusammenlegung wurde bei den Behörden beantragt.

Umstellung läuft noch

Gemeinsame Einsätze gibt es schon lange, gemeinsame Dienstabende dienten dem genaueren Kennenlernen. Für einige Kameraden eine neue Erfahrung von Ehrenamt in großer Runde, für andere Anlass, die Feuerwehr zu verlassen. „Für uns Kameraden gab es in der zurückliegenden Zeit, ich bezeichne es als eine Umstellungsphase, die längst noch nicht abgeschlossen ist“, sagt Glöthes Wehrleiter Jörg Bünemann. Am 29. September werden die drei Wehren zum ersten Mal eine gemeinsame Wehrleitung wählen. Danach muss man sich zusammenraufen. Förderstedts Wehrleiter Hans-Jürgen Lärz zeigt sich da ganz pragmatisch. „Wir brauchen einfach Ruhe und keine Störungen von außen. Dann finden wir uns.“

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Der Üllnitzer Wehrleiter Stefan Rudat hofft, dass die neuen äußeren Bedingungen, das Haus und seine Möglichkeiten, Motivation für die Kameraden befördert. Das Wichtigste sei, dass alle Kameraden gesund aus den Einsätzen zurückkommen würden, so der Üllnitzer Feuerwehrchef bei seinem Grußwort zu Einweihung des neuen Depots.

Jörg Bünemann erinnert daran, dass die vom Land geforderte Risikoanalyse und Brandschutzbedarfsplanung auch dazu geführt habe, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. „Um einen optimalen Brandschutz auch in unserem Bereich durchführen zu können, gab es nur ein Ziel: die schon lange bestehende und gute Zusammenarbeit zu vertiefen.“ Brandschutz bedeute nicht nur Schutz von Eigentum, sondern auch und vor allem Rettung von Leib und Leben. Dafür, so Glöthes Wehrleiter, sollten auch den Kameraden bestmögliche Bedingungen zur Verfügung stehen. „Wir freuen uns, hier bald einziehen zu können und auch wir würdigen die vielen, vielen Anstrengungen aller am Bau dieses schönen neuen Gebäudes Beteiligten“, sagt Jörg Bünemann. „Vor einigen Jahren noch eine Vision, sie ist Wirklichkeit geworden, auch wir haben ein modernes Feuerwehrhaus, in dem die Kameraden aus den drei Ortswehren ein gemeinsames Zuhause haben werden.“