Staßfurt l Der Gefahrenabwehrbehörde des Salzlandkreises liegen noch keine belastbaren Ergebnisse zum jüngsten Fischsterben in der Bode mitten in Staßfurt vor. Das teilte das Landesverwaltungsamt (LVwA) auf Nachfrage mit. Die polizeilichen Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen, so LVwA-Pressesprecherin Denise Vopel.

Ungeachteet dessen – „Das Unternehmen Ciech Soda Deutschland GmbH & Co.KG hat zu einer Störung im Betriebsablauf am 14. November mit E-Mail vom 27. November einen Ereignisbericht an die obere Wasserbehörde übermittelt“, teilt Vopel weiter mit, „Nach Angaben des Unternehmens kam es zur Unterbrechung der Elektroenergieerzeugung des GUD-Kraftwerkes und damit zum Ausfall aller elektrischer Aggregate des Sodawerkes. Der Produktionsprozess konnte gefahrlos abgefahren und gesichert werden. Über einen kurzen Zeitraum erfolgte jedoch eine Freisetzung von Betriebsflüssigkeit in eine ,Auffangtasse‘.“

Das Abpumpen der ausreichend bemessenen ,Auffangtasse‘ sei wegen der Unterbrechung der Spannungsversorgung nicht möglich gewesen. „Infolgedessen sind kurzzeitig Flüssigkeiten ausgetreten, die eingedämmt, verdünnt und beseitigt wurden“, zitiert Denise Vopel aus dem Ereignisbericht weiter, „Ein Eindringen von Kleinstmengen in den nahegelegenen Kanal konnte durch das Unternehmen nicht vollständig ausgeschlossen werden.“

Zusätzliches Auffangsystem geplant

Deshalb seien einige Maßnahmen für die Verbesserung der Anlagensicherheit festgelegt worden, so die LVwA-Pressesprecherin: „Hierzu zählt die Spezifizierung der Notstromversorgung, um insbesondere den Pumpenbetrieb zur Abführung von Flüssigkeiten aufrecht erhalten zu können. Darüber hinaus soll eine Staukante am Tor 4 errichtet werden, um den Übertritt in den öffentlichen Bereich zu vermeiden.“

Ein zusätzliches Auffangsystem mit zentraler Rückhaltemöglichkeit soll eine gezielte Abgrenzung zum innerbetrieblichen Kanalsystem schaffen.