Unseburg l Zum mysteriösen Tod von hunderten von Fischen in Unseburg geht die Landkreisverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, „dass Sauerstoffmangel ursächlich für das plötzlich auftretende Fischsterben in der Kamplake ist.“

„Der diensthabende Mitarbeiter des Fachdienstes Natur und Umwelt des Salzlandkreises hatte keine Anhaltspunkte feststellen können, die auf ein Umweltdelikt beziehungsweise eine unbefugte Gewässerverunreinigung als Ursache des Fischsterbens schlussfolgern ließen“, sagte die Sprecherin des Salzlandkreises Marianne Bothe. Nach objektiven Gesichtspunkten habe auch keine Gefährdung für das Gewässer bestanden.I n diesem Zusammenhang verwies Marianne Bothe darauf, dass eine Auswertung der Wasserproben, die die Wasserschutzpolizei entnommen hatte, noch nicht vorliegt.

In der Kamplake, einem rund 13 Hektar großen Angelgewässer des Fördervereins des gemeindlich-kulturellen Lebens Unseburg, das dieser an den Sportfischerverein „Am Bodestrand“ 1922 Unseburg verpachtet hat, hatten am vergangenen Freitag Angler zahlreiche tote Fische festgestellt.

Gewässerwart Eckard Reinhardt aus Eggersdorf schätzte im Volksstimme-Gespräch ein, dass rund zwei bis drei Tonnen Fische davon betroffen sind.

Seinen Worten zufolge befinden sich in diesem See solche bekannten Fischarten wie Hecht, Zander, Barsch, Aal, Karpfen, Schleie, Brassen, Plötze und Rotfedern.

Die Angler hatten nach dem Bekanntwerden des Vorfalls sofort das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Egelner Mulde informiert. Vor Ort waren auch Beamte der Wasserschutzpolizei aus Magdeburg und Kollegen der Kreisverwaltung. Sie entnahmen aus dem See Wasserproben für eine Untersuchung. Die toten Fische waren von den Angelfreunden am Wochenende entsorgt worden.

Bördeaue- Bürgermeister Peter Fries (CDU) versicherte: „Das wird ohne Ansehen von Personen zu 100 Prozent aufgeklärt.“

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.