Staßfurt l Viele Jahre ist das Förderprogramm zur Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten bereits im Gespräch. Zum Neujahrsempfang 2013 gab der damalige Oberbürgermeister René Zok erstmals der Hoffnung Ausdruck, dass die Stadt ihre Uhlandschule über das Stark-III-Programm sanieren kann.

3,2 Millionen Euro

Jetzt dürften die Antragshürden über alle Ebenen zwischen Bernburg und Brüssel genommen sein, damit das Programm praktisch greift. Klaus Klang, Finanzstaatssekretär Sachsen-Anhalts, überreichte dem Staßfurter Oberbürgermeister Sven Wagner am Freitag zwei Fördermittelbescheide über zusammen 1,3 Millionen Euro von EU und Land. Insgesamt sollen 3,2 Millionen investiert werden.

Wenn alles nach Plan läuft, erfolgt frühestens im Frühjahr 2018, im 140. Jahr des Bestehens der Ludwig-Uhland-Schule übrigens, der Baustart. Der Oberbürgermeister rechnet damit, dass die umfassenden Arbeiten Ende 2019 abgeschlossen werden können.

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Am meisten freut sich Schulleiterin Kathrin Hätsch-Johannes, dass mit einer Aula und einem Speisesaal zwei große Räumlichkeiten im Haus entstehen.

Die gegenwärtige Aula ist zwar schon der größte Raum im Schulgebäude, verdient ihren Namen aber keinesfalls. Der Speisesaal im Flachbau über den Hof entspricht ebenfalls kaum noch den Anforderungen an eine moderne Essenversorgung.

Modernisierung

Die Pläne sehen vor, aus jeweils drei Klassenräumen im Erdgeschoss und im zweiten Obergeschoss die erwähnten beiden Säle zu machen. Kernpunkte der energetischen Sanierung sollen Wärmedämmung, neue Fenster und eine mit Pellets befeuerte Heizanlage sein. Fassadensanierung, ein neues Ziegeldach und der Innenausbau einschließlich Fahrstuhl und Internet für alle Klassenräume umfassen die allgemeine Sanierung und Modernisierung.

Für die Bauzeit sieht eine (noch nicht feststehende) Variante vor, dass die 3. und 4. Klassen das Schulgebäude Neundorf nutzen. Die Jüngsten sollen in der Uhlandschule unterrichtet werden, je nach Baufortschritt dann im Haus umziehen.