Egeln l Als vor knapp 200 Jahren die Fotografie erfunden wurde und die damaligen Erfinder entdeckten, dass sich Abbilder der realen Welt dauerhaft konservieren lassen, trat die Fotografie einen Siegeszug an. Mehr als ein Jahrhundert lang dienten lichtempfindliche Fotoplatten und Filme als Ausgangsmaterial für die Fotos.

Inzwischen ist auch das Fotografieren längst digitalisiert. Nur noch selten ist ein Fotograf mit einem echten Film unterwegs. Dabei war es früher spannend von der Fotografie bis Erhalt der Fotos.

Heute dauert es nur ein Bruchteil einer Sekunde, bis die Kamera das fertige Bild anzeigt. Trotzdem hat die Fotografie ihren Reiz nicht verloren.

Wochenlange Werbung

Diesem Thema widmete sich nun das Egelner Museum auf der Wasserburg. Wochenlang warb Museumchef Uwe Lachmuth unter den Bürgern, ihre Heimatfotos für eine Sonderaustellung zur Verfügung zu stellen. „Anfangs war die Resonanz sehr gering. Dann aber gab es viele Einsendungen“, schildert er. Mehr als 30 Bilder aus den Orten der Egelner Mulde sind es geworden, freut er sich.

Neben den bekannten Hobbyfotografen aus den Orten haben sich auch weniger bekannte Fotografen an der Ausstellung beteiligt, erzählt er.

Interessant ist dabei, wie die Fotografen ihren Ort in Szene setzen, staunt Uwe Lachmuth. „Da sind einige Fotos aus Hakeborn dabei, da habe ich nicht erkannt, dass es aus dem Nachbarort ist“, sagte er. Die Fotos verraten aber auch, ob sich der Fotograf vor der Aufnahme Gedanken gemacht hat, wie er das Objekt in Szene setzen will. In der Ausstellung ist eine einzigartige Dokumentation aus den Orten der Egelner Mulde zu sehen, schwärmt der Museumschef. Ein Besuch lohne sich in jedem Fall, freut sich über viele Besucher. Bis zum 4. Dezember ist die Sonderausstellung noch zu sehen.

Heimatorte im Fokus

Die Menschen sollten aber weiter fleißig Fotos in ihren Orten machen und auch die Veränderungen dokumentieren, wünscht er sich. Denn es sei bestimmt nicht die letzte Sonderausstellung mit Fotos aus der Verbandsgemeinde gewesen. In Zukunft werde es so eine Aktion sicherlich wieder geben, schätzt er ein.

Im kommenden Jahr, verrät er, soll es eine weitere Aktion geben, bei der die Bürger tatkräftig mitmachen können. Diesmal sollen Haustiere im Fokus stehen. Fotos von Tieren in lustigen Situationen sollen das Thema sein, erzählt er. Einige Fotos habe er schon, wie beispielsweise ein Hund in die Trommel einer Waschmaschine schaue, weil sein Kuscheltier dort gewaschen wird.

„Es gibt bestimmt viele lustige Situationen mit den Haustieren“, glaubt Uwe Lachmuth. Für die neue Ausstellung im kommenden Jahr wünscht er sich viele tolle Fotos aus witzigen Situationen. Deshalb könnten die Bürger jetzt schon zur Kamera greifen, um ihre witzigen Bilder im kommenden Jahr für die Sonderschau einzureichen, hofft er auf eine große Beteiligung.