Rathmannsdorf l Hocherfreut ist Klaus-Dieter Graul. Der Geschäftsführer des Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrums e.V. (BBRZ) hat die heiß ersehnte Schulgenehmigung vom Landesschulverwaltungsamt erhalten. Das Vorhaben des Bildungsträgers mit Sitz in Aschersleben war erst gegen Ende 2017 veröffentlicht worden, was eine riesige Resonanz erfuhr.

Das BBRZ hatte noch eins drauf gelegt und wollte sogar schon ein Jahr eher mit dem Schulbetrieb beginnen, da es an Platz im Schloss nicht mangelt. Das ging den genehmigenden Behörden dann wohl doch zu schnell.

Der Betrieb der neuen Grundschule in Rathmannsdorf kann aber nun mit Beginn des nächsten Schuljahres 2019/20 starten.

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Bildungsverein geht in Vorleistungen

Damit hat allerdings auch eine Phase begonnen, in der auf dem Bau alles glatt gehen muss. Die Umbauarbeiten an dem separat auf dem Schlossgelände stehenden Gebäude haben begonnen. Das wird als erstes entkernt.

Vier Klassenräume sollen im Untergeschoss entstehen. Darüber werden Multifunktionsraum, Kreativraum, Lehrerzimmer, Sekretariat und WC eingerichtet. Ein Aufzug wird die Barrierefreiheit garantieren.

Ein Projekt, dass den Verein immerhin rund eine Million Euro kosten wird. Ohne Fördermittel wohl gemerkt. Obwohl das Land in den vergangenen Jahren die Schaffung Freier Schulen vorantreibt. Die Bildungsträger müssen in eine weitere große Vorleistung gehen: Die ersten drei Jahre muss so eine Schule allein von ihnen finanziert werden. Erst danach übernimmt das Land einen Schülerkostensatz, wie Klaus-Dieter Graul erklärt.

Das pädagogische Konzept, das von Anfang an mit vorgestellt wurde, erfuhr ebenfalls seine erfolgreiche Prüfung durch die Behörden. Die Evangelische Landeskirche Anhalt befürwortete es ebenso.

Start mit 22 Kindern

Dass es eine sogenannte „Bekenntnisschule“ werde, heiße im übrigen nicht, dass die Eltern der Kinder christlichen Glaubens sein müssen, so Klaus-Dieter Graul. Die Teilnahme am Religionsunterricht sei allerdings Pflicht.

Das Schuljahr richte sich am kirchlichen Jahres- kreis aus. Das werde nicht nur die Kirchengemeinde im benachbarten Gotteshaus beleben, sondern auch das gesellschaftliche Leben im Ort bereichern.

Die erste Klasse soll nun am 17. August 2019 mit 22 Kindern eingeschult werden, deren Eltern eine schriftliche Willensbekundung abgegeben haben. Großes Interesse besteht zudem schon für die folgenden Einschulungsjahre.

Noch in diesem Monat sollen die Eltern, die eine Willensbekundung unterschrieben haben, vom BBRZ erneut eingeladen werden, um die Einschulungsverträge zu erhalten und um konkreter zum Schulbetrieb, zu Tagesabläufen und Schulgeld informiert zu werden.