Staßfurt (dw) l Heinz-Jürgen Czerwienski führt weiterhin den Staßfurter Geschichtsverein an. Das haben die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung entschieden. Zum Vorstand gehören auch Rico Schäfer und Uwe Kersten, der den Posten in der Führungsspitze von Museumsleiter Michael Scholl übernimmt. Die Gruppe hat sich für das kommende Jahr viel vorgenommen. Hauptanliegen der Ehrenamtlichen wird es sein, weiter für die Sanierung der historischen Straßenbahn in Staßfurt zu werben und über das öffentliche Engagement auch Sposoren für die zur Finanzierung zu gewinnen. Vereinsmitglied Oliver Rimasch engagiert sich hier besonders stark. Darüber hinaus wird auch die von Idee von Rico Schäfer diskutiert, eine überarbeitete zweite Auflage des Buches „Damals und heute“ zu schaffen. „Dafür gibt es immer noch viele Anfragen, auch über die Homepage und den Facebook-Auftritt des Vereins“, sagt Heinz-Jürgen Czerwienski. Die Jahresversammlung nutzte der Vereinschef auch, um die vergangenen Monate zu bilanzieren. Seit elf Jahren besteht die Gruppe und ist in dieser Zeit ihrem Motto „Nur wenn wir wissen, woher wir kommen, können wir auch unsere Zukunft gestalten“ treu geblieben, so der Vorsitzende. Der Verein beleuchtet ausnahmslos alle Zeitepochen, bearbeitet sie und bewertet die Geschichte aus heutiger Sicht. Jedes Mitglied hat seine eigenen Interessensgebiete, in denen die Geschichte analysiert wird. Alles wird öffentlich präsentiert. Dazu gibt es Veranstaltungen und Vorträge, allein durch Michael Beyer waren es über 18 Vorträge im Zusammenwirken mit der Staßfurter Urania. Wichtig sei für den Geschichtverein auch die Zusammenarbeit mit der Volkstimme. Rico Schäfer bereicherte zum Beispiel das Bilderrätsel „Kennen Sie Ihre Heimat“ mit historischen Ansichten. Zustimmung und viele Fragen gab es auch zu den Beiträgen zur Geschichte des Kreiskulturhauses sowie der Uran-Funde zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Salzland-Kurier, so der Vorsitzende. Höhepunkt für ihn persönlich, aber auch für die Geschichtsfreunde insgesamt, war die Verleihung des Kulturpreises des Salzlandkreises. Heinz-Jürgen Czerwienski ist der Preisträger 2015. Als erfreulich werteten die Ehrenamtlichen noch die Fertigstellung der Schrifttafel in Staßfurt an der ehemaligen Roßbahnbrücke Richtung Gänsefurth, die in gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem Bergmannsverein und der Stadt entstand.

Die Stadt würdigt die Arbeit des Geschichtsvereins. Das bestätigte Oberbürgermeister Sven Wagner, der Gast bei der Jahreshauptversammlung war. Er wurde vom Vereinsvorsitzenden Heinz-Jürgen Czerwienski herzlich begrüßt: „Ihre Anwesenheit ist für unseren Verein eine hohe Anerkennung und zugleich Bestätigung, wie wichtig und wertvoll die Arbeit in der Stadt ist“. Sven Wagner sicherte die weitere Unterstützung der Stadt zu und bittet darum, in die Arbeit des Geschichtsvereins mehr junge und interessierte Menschen aus den Schulen einzubeziehen.