Löderburg l Dichte Rauchwolken hängen über dem Acker. Über das Radio bittet die Polizei die Bewohner der angrenzenden Ort Fenster und Türen verschlossen zu halten. Zur selben Zeit kämpfen auf dem Feld zwischen Neustaßfurt 87 Kameraden gegen die Flammen. „Die Löscharbeiten sind sehr aufwendig", sagt Einsatzleiter Olaf Simon von der Feuerwehr Staßfurt. Der Hauptbrandmeister erklärt, dass der Wind das Feuer immer wieder anfache und in verschiedene Richtungen treibe. „Die frische Brise ist bei der Hitze ja ganz gut, aber uns macht sie hier zu schaffen."

Vier Abschnitte

Neun Feuerwehren sind vor Ort. Die Kameraden kommen aus Staßfurt, Löderburg, Atzendorf, Groß Börnecke, Unseburg, Hecklingen, Neundorf, Hohenerxleben und von der „Südlichen Börde (Förderstedt, Üllnitz, Glöthe). Olaf Simon steht mit dem Funkgerät am Rand des Feldes und behält so immer den Überblick. Der Einsatzleiter hat die Kameraden vier verschiedenen Abschnitten zugewiesen. Drei sind auf dem Feld. Das Gelände ist sehr unwegig und hügelig. Der Acker befindet sich auf einer ehemaligen und jetzt rekultivierten Deponie, vom letzten Jahrhundert bis zu DDR-Zeiten entsorgten Staßfurter Großbetriebe hier ihre Asche. Die Feuerwehrleute greifen von verschiedenen Stellen an. Sie spritzen Wasser auf die brennenden Stoppeln. rund 20 Hektar brennen. Über Hunderte Meter müssen dafür  die Schläuche verlegt werden. Damit ausreichend Wasser da ist, fahren die Löschfahrzeuge im Pendelverkehr zum benachbarten Salzteich.

Häuser geschützt

Neben dem Feld ist der vierte Einsatzabschnitt. Hier sorgen die Kameraden dafür, dass die Flammen nicht auf die Häuser der angrenzenden Neustaßfurter Straße überschlagen. „Wir haben eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut. Die Flammen waren bereits bis auf 20 Meter ran", so Olaf Simon. Damit auch hier genügend Löschwasser da ist, haben die die Einsatzkräfte eine Versorgungsleitung zum etwa 300 Meter entfernten See Seemann in Löderburg aufgebaut. An der Neustaßfurter Straße stehen ebenfalls der Rettungsdienst und die Feuerwehrverstärkung. „Über die Leitstelle sind so viele Kräfte geordert, dass wir bei den warmen Temperaturen sofort Ersatz haben, wenn Kameraden wegen der Erschöpfung eine Pause benötigt und dass genügend wasserführende Fahrzeuge da sind", erklärt der Einsatzleiter. 

Ursache

Die Ursache für das Feuer ist am Nachmittag noch unklar. Auf dem Acker waren keine Landmaschinen unterwegs, das Feld war bereits abgeerntet. Die Polizei des Salzlandkreises kann auch noch keine Angaben zum entstandenen Sachschaden machen.