Wolmirsleben l Die brandenburgische Firma Sunfarming aus Erkner bei Berlin investiert in der Gemeinde Wolmirsleben bis Ende des kommenden Jahres insgesamt rund zwei Millionen Euro in einen neuen Solarpark. Das teilte der Projektentwickler Michael Link der Staßfurter Volksstimme mit. Als Standort wurde ein rund zwei Hektar großes Gelände am Ortsrand in Richtung Unseburg ausgewählt, auf dem sich einst eine Mülldeponie befand. Anfang der 1990er Jahre hatte der damalige Bürgermeister Klaus Bierende dort den Erdaushub abkippen lassen, der beim Kanalbau in der Bodeniederung anfiel. Darauf sollte eigentlich eine Sommerrodelbahn entstehen. Dieses Projekt ließ sich dann aber nicht umsetzen.

Nun kauft die Sunfarming GmbH das Areal, das zunächst gepachtet wurde, von der Gemeinde ab. Sie bekommt damit für die ehemalige Müllhalde noch einen guten Preis und später Gewerbesteuern, sagte Link, der von einer „sehr schönen Wertschöpfung“ sprach.

5500 Module

Link: „Wir werden dort im zweiten Bauabschnitt bis Ende des nächsten Jahres 5500 Module installieren, die eine Energieleistung von jeweils 270 Watt haben.“ Die Gesamtjahresleistung, die dieser Standort in der Spitze bei optimalen Bedingungen erreichen kann, gab der Projektleiter mit 1,5 Millionen Kilowatt-Stunden an. Damit können rund 350 Haushalte mit Elektroenergie versorgt werden.

Die Sunfarming GmbH wurde 2004 gegründet als Qualitätssicherer, Bezugsgenossenschaft und Planungsgesellschaft des Bundesverband Biogene & Regenerative Kraft- und Treibstoffe. Sie ist sie heute spezialisiert als Investcontroller und Projektentwickler für Kapitalinvestoren und in der Realisierung und aktiven Begleitung von Projekten für Eigenstromanlagen. Die Firma hat 450 Megawatt Anlagenleistung erfolgreich realisiert und ist verantwortlich für den Service und die Wartung von über 120 MW Solarparks.