Staßfurt/Güsten l Im März hat die Bundesregierung bestätigt, dass die Bundesstraße 6n zur Autobahn hochgestuft wird. Jetzt folgen die konkreten Schritte dazu (Volksstimme berichtete). Die Strecke wird vom Westharz bis zur Anschlussstelle an die Autobahn 14 bei Bernburg zur Autobahn 36 mit dem Namen „Braunschweig-Bernburg“. „Wir haben jetzt aus dem Bundesverkehrsministerium die Mitteilung erhalten, dass die B 6n von Niedersachsen bis Bernburg zusammen mit der A 395 zwischen dem Kreuz Braunschweig Süd (A 39/A 395) und dem Dreieck Vienenburg (A 395/B 6n) einheitlich A 36 heißen wird“, erklärt Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel.

Boom

Die Vergabe der offiziellen Nummer sei ein wichtiger Schritt, um jetzt zügig alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen zu können, damit die B 6n schon bald den Autobahnstatus erhalte, sagte der Ressortchef weiter. „Wir sind dem Bund für die Entscheidung zur Aufstufung sehr dankbar.“ Die Landesregierung, aber auch Unternehmer- und Wirtschaftsverbände besonders im Harz erhoffen sich positive Impulse für die Wirtschaft und den Tourismus, da die Schnellstraße dann in das bundesdeutsche Autobahnnetz aufgenommen und auf Karten als leistungsfähige Straße besser erkennbar ist. Sachsen-Anhalt hatte deshalb im Zuge des neuen Bundesverkehrswegeplans bereits im Jahr 2016 beantragt, die 100 Kilometer lange vierspurige Schnellstraße zur Autobahn zu widmen.

Thomas Webel argumentiert ähnlich und ordnet das Vorhaben in größere Zusammenhänge auf Landesebene ein. Nach der Aufstufung der B 6n und der Fertigstellung des A-14-Lückenschlusses im Norden würden künftig alle Regionen Sachsen-Anhalts durch Autobahnen erschlossen, sagt der Minister. „Ein gut ausgebautes Autobahnnetz ist ein wichtiger Standortfaktor für die Zukunft unseres Landes.“

Beschilderung

Nach Webels Worten wird dem Bund nun so schnell wie möglich ein mit dem Land Niedersachsen abgestimmtes Zielverzeichnis für die wegweisende Beschilderung direkt entlang der künftigen A 36, aber auch für das nachgeordnete Straßennetz vorgelegt.

Nach Genehmigung dieses Konzeptes durch das Bundesverkehrsministerium kann die Ausschreibung der Umschilderung vorbereitet werden. Die Kosten dafür werden auf sachsen-anhaltischem Gebiet voraussichtlich zwei Millionen Euro betragen. Im nächsten Jahr soll die „neue“ A 36 dann mit blauen Verkehrsschildern als Autobahn weithin erkennbar sein.

Die ersten Planungen für die B 6n sahen eine Autobahn vor. Aus Kostengründen wurde eine Bundesstraße gebaut. Weitere Umbauarbeiten muss es neben der neuen Beschilderung nicht geben, auch wenn die Ausfahrten bei einer Bundesstraße enger beieinander liegen, als bei einer Autobahn.