Hohenerxleben l Wo kommt der Stein her? Und wer räumt ihn wieder weg? In der Nacht von Freitag zu Sonnabend hatten schon die ersten Lausbuben ihren Spaß in Hohenerxleben gehabt. Plötzlich lag da dieser drei Zentner schwere Koloss auf der Straße. Schon am Freitag ging es beim Tanz mit DJ Juri wohl feuchtfröhlich zu. Über diese Anekdote am Rande konnte gelacht werden, sie zeigte aber: In Hohenerxleben ist Bewegung. Drei Tage lang wurde am Wochenende das Dorffest gefeiert.

Die Organisatoren vom Kultur- und Heimatverein haben in dem Bodedorf wieder ein ansehnliches und attraktives Programm auf die Beine gestellt, bei dem vor allem die Kleinsten feuchte Hände vor Aufregung bekamen. Hüpfburg? Check. Enten angeln? Check. Kutschfahrten, Torwandschießen, Hundeshow? Check, check, check. Gut an kam vor allem die Hundeshow von Clasen & Probst. Auch dank Mitmachfaktor hatten sich zahlreiche Kinder vor Christina Clasen versammelt, die die Zweibeiner elegant durch Reifen und über Hindernisse springen ließ.

Georg Mollwitz aus Calbe nahm vor dem Festplatz kleine Pferdeliebhaber auf eine Kutschrundfahrt durch das Dorf mit.

Bilder

Großen Andrang im Festzelt gab es am Sonnabend natürlich beim Programm, das die Kita „Regenbogen“ aus Hohen-erxleben für Eltern und Großeltern einstudiert hatte. Auch dank Kirchenmusikerin Birgit Wassermann stellten die zwölf Hohenerxlebener Kids ein christliches Gesangsspiel auf die Beine.

Bunte Flagge

Flagge für Hohenerxleben zeigte auch Nikoline F. Kruse von der Kreativwerkstatt Bunte Insel. Ihr Stand neben dem Eingang lud Kinder zum Malen mit Wasserfarben und Filzstiften auf einem riesigen Transparent ein. Mit dem Kunstprojekt „Stoff, aus dem die Träume sind“ lässt Kruse den Kindern kreativen Spielraum und schafft ästhetisch neuen Raum für Gedanken. Über 200 Kinder haben sich bei dem Projekt, das seit dem Frühjahr läuft und über die Maßnahme „Kultur macht stark“ gefördert wird, bereits beteiligt. Im September werden die bunten Fahnen dann auch an mehreren Standorten in Staßfurt aufgehängt. „Damit wollen wir den Kindern ein Sprachrohr geben, sie einbeziehen und ausleben lassen“, sagt Nikoline F. Kruse.

Bei einer Tombola mit einem Lospreis von 50 Cent gab es zudem verschiedene Preise zu gewinnen. Der Clou: Es gab keine Nieten. Hier sammelt das Dorf für einen guten Zweck. Wofür diesmal genau gesammelt wird, muss aber noch erörtert werden. Vielleicht gibt es eine neue Bank? Im vergangenen Jahr wurde für „Hohenerxleben blüht auf“ gesammelt.

Wettkämpfe

Kein Dorffest funktioniert dabei auch ohne Wettkämpfe. So gab es unter anderem ein Bürgerschießen, Torwandschießen und Hufeisenwerfen. Wer es stiller mochte, konnte sich ins Dorfgemeinschaftshaus zurückziehen. Dort gab es eine Ausstellung mit dem Titel: „170 Jahre Schützengilde Hohenerxleben von 1849.“ Der nach der Wende neu aufgelebte Verein präsentierte ein Sammelsurium seiner Schätze aus vielen Jahrzehnten.

Nach dem Familienprogramm wurde am Abend dem feiernden Volk Platz gemacht. Schon am Freitag hatte es beim Tanz mit DJ Juri Musik gegeben. Am Samstagabend legte dann DJ Lars nach.