Staßfurt l Die Ortsgruppe Staßfurt des Vereins für Deutsche Schäferhunde hat sich für die Ausrichtung beim übergeordneten Verband dafür beworben und den Zuschlag erhalten. „Wir haben uns darüber sehr gefreut und sind der Landesgruppe Sachsen-Anhalt dankbar für diese Chance“, sagte der Vorsitzende Gerald Barthel am Sonntag vor Ort. Die Vereinsmitglieder waren sehr stolz, den Wettbewerb ausrichten zu dürfen und organisierten die zweitägige Veranstaltung lange im Voraus.

Kleiner Verein stemmt alles

Der Staßfurter Verein verfügt über einen so guten Zusammenhalt, dass alle 16 Mitglieder inklusive Ehefrauen, Bekannte und Freunde beim Ausrichten der Landesmeisterschaft mithalfen, sagte Gerald Barthel. Die Frauen waren für die Versorgung zuständig, und das Sportbüro, die Männer bauten Parcours und Sitzgelegenheiten auf. „Ohne unsere Frauen würden wir hier nicht weiterkommen“, warf Gerald Barthel bei der Gelegenheit ein.

Alle Vereinsmitglieder kümmerten sich um Sponsoren für die Versorgung und um das Gelände. Denn für den Prüfungsteil im Fährtenlesen wird ein Stück Ackerland gebraucht, das hierbei schließlich die Agrargenossenschaft Amesdorf zur Verfügung stellte, wofür die Hundesportler ebenfalls dankbar waren.

Über ein eigenes Computerprogramm des Bundesvereins für Deutsche Schäferhunde wurden die Bewertungen der Richter in Staßfurt in das nationale System eingepflegt und dann im Internet veröffentlicht.

Prüfung über zwei Tage

Am Sonnabend und Sonntag reisten 16 Teilnehmer aus ganz Sachsen-Anhalt in Staßfurt an. Je ein Hundeführer trat dabei immer mit einem Hund an. Einige von ihnen verbrachten die Nacht in ihren Wohnwagen am Hundesportplatz am Strandsolbad. Qualifiziert hatten sich die Teilnehmer durch Prüfungen im Vorfeld. Der Prüfungsablauf und die Aufgaben waren genau vorgeschrieben durch die Internationale Leistungsprüfungsordnung (IPO). Mit Lutz Bode aus Hecklingen nahm auch ein Mitglied aus der Staßfurter Ortsgruppe teil. Mit seinem jungen Hund hat er sich bei den Wettbewerben gut geschlagen.

Die Leistungsprüfung zur Landesmeisterschaft besteht aus drei Teilen, die alle maximal 100 Punkte einbringen können. Im ersten Teil ging es um das Absuchen einer Fährte. Auf dem angrenzenden Acker mussten die Schäferhunde unter Anweisung ihrer Herrchen eine Fährte über einige hundert Meter aufnehmen, sie verfolgen und es anzeigen, wenn sie den Gegenstand gefunden hatten. Zweiter Bereich der Prüfung war die Unterordnung. Dabei zeigten Hundeführer und Hund auf dem Parcours des Vereinsgeländes, wie gut Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“ funktionieren. Der Hund musste um eine Gruppe von Personen herumlaufen, um Gehorsam zu demonstrieren und Gegenstände apportieren.

Im letzten Teil der Prüfung war der Schutzdienst an der Reihe. Auf dem Parcours mussten die Hunde unter Anleitung ihrer Herrchen einen versteckten Täter, der von einer Person dargestellt wurde, aufspüren, ihn stellen und anzeigen, festhalten und an einer fiktiven Flucht hindern.

Lob für Staßfurt

Die Landesgruppe lobte am Schluss die Staßfurter Ortsgruppe für die Organisation - man komme gerne wieder. Die drei Erstplatzierten, die je einen Pokal und Geschenke bekamen, sind für die Bundesmeisterschaft qualifiziert. Leistungsrichter waren Klaus Bartnik und Jens Ebeling.