Hecklingen l Die Stadt Hecklingen will Klarheit und eine Satzung als Grundlage, die im Fall der Fälle Konsequenzen möglich macht, wenn Hunde mehrmals zubeißen oder auf eine andere Art gefährlich werden könnten. Bei der Überarbeitung der Hundesteuersatzung wurden daher neue Definitionen in das Regelwerk aufgenommen. Denn jetzt wird erklärt, was ein Vorfallshund ist. Dem neuen Papier zufolge können das Hunde jeder Rasse sein, die „sich als bissig erwiesen haben“ oder speziell auf „Angriffslust, Kampfbereitschaft (über das natürliche Maß hinausgehend) oder Schärfe ...gezüchtet, ausgebildetet oder abgerichtet wurden“.

Definition gefährlicher Hunde

Das stand vorher nicht in der Satzung. Nur die Definition gefährlicher Hunde mit der Nennung ihrer Rassen wurde erklärt. Das bleibt auch so. Hier wird eine Gefährlichkeit aufgrund der Rasse vermutet. Das betrifft American Pitt Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Staffordshire Bullterrier. Drei dieser Tiere sind in Hecklingen registriert, zwei weitere sollen in Groß Börnecke gehalten werden. Das sind die amtlichen Zahlen. Während einer Diskussion der Ortschaftsräte in dieser Woche wurde deutlich, dass Tiere dieser Rassen wahrscheinlich auch inoffiziell gehalten werden, also nicht gemeldet sind. „Ich glaube nicht, dass jeder seinen Hund angemeldet hat“, geht Marina Feldheim (Wählergemeinschaft Hecklingen/ WGH) davon aus, dass es Leute in den Orten gibt, die ihre gefährlichen Tiere geheim halten. Im Rathaus schließt man eine Dunkelziffer ebenfalls nicht aus. Kämmerin Marion Kampe sagte, dass sie nur dazu raten kann, die Tiere zu melden, bevor die Halter wegen einer Ordnungswiedrigkeit zur Kasse gebeten werden.

Steuern verdoppeln sich

Wer so einen gefährlichen Hund hat, zahlt bisher jährlich 300 Euro an Steuern. Das soll sich verdoppeln. In der neuen Satzung, die jetzt in der Diskussion ist, werden 600 Euro für gefährliche Hunde vorgeschlagen. Wer in Hecklingen Pitt Bull und Co. besitzt, muss damit für die Steuer auch weiterhin am tiefsten in die Tasche greifen. Halter aller anderen Hunde müssten mit der neuen Satzung ebenfalls mehr berappen. Künftig sind jährlich 70 Euro statt 50 Euro für den ersten Hund vorgesehen. Für jeden zweiten Hund zahlt Herrchen derzeit 60 Euro. Der neuen Satzung zufolge ist eine Anhebung um 40 Euro auf 100 Euro geplant. Jeder dritte und weitere Hund soll künftig 150 Euro statt 100 Euro kosten.

Ob es tatsächlich dazu kommt, entscheidet der Stadtrat dann öffentlich am 19. Juni, 18 Uhr, im „Stern“.