Staßfurt l Im April hat die Stadt Staßfurt das Pilotprojekt gestartet. Mit Hilfe zweier Kameraden der freiwilligen Feuerwehr in einer Halbjahr-Maßnahme des Arbeitsamts.

Wo klappt‘s denn nun mit „Wasser Marsch!“ und wo nicht?, wollte „Salzland-Kurier“ von der Stadt wissen, nachdem im April der Beginn des Pilotprojekts Hydrantenkontrolle voller Stolz angekündigt worden war. Nach gut einem halben Jahr offensichtlich zu früh gefragt. Denn die Verwaltung tut sich schwer im Moment, Problemstellen zu nennen oder auch, wo ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht.

Die Funktionstüchtigkeit war bei den Kontrollen von zwei Kameraden in drei Kategorien eingeteilt worden: Prädikat „verwendbar“ (grün), „eingeschränkt verwendbar“ (orange) und „nicht verwendbar“ (rot). Nun teilt die Stadt mit, dass „lediglich die Daten“ von nunmehr etwa 600 Hydranten in der Kernstadt geprüft worden seien. Die Auswertung der erhobenen Daten werde „zeitnah erfolgen“. „Erst nach Auswertung der Daten können genaue Aussagen zu den gestellten Fragen getroffen werden“, heißt es weiter in der ersten Antwort aus dem Fachbereich II.

Hydranten-Problem

Fragen, wie viele der Hydranten nun in Ordnung sind oder zeitnah ersetzt/repariert werden müssen oder was die Aktion der Stadt gekostet hat, blieben leider unbeantwortet.

Auch ein wiederholter Anlauf war nicht sehr ergiebig, bei dem Salzland-Kurier wissen wollte, welche Konsequenzen sich aus der Recherche ergeben würden. Und ob die Stadt Mittel einplant und in welcher Höhe?

„Die interne Auswertung der Hydrantenkontrolle ist derzeit noch nicht abgeschlossen und wird auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da diese bei etwa 600 vorhandenen Hydranten sehr umfangreich ist“, kam darauf und: „Nach Abschluss der Auswertung werden zunächst Gespräche mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) zu einer gemeinsamen Konzept- entwicklung zu führen sein“, hieß es noch, „Erst danach können, falls notwendig, Mittel für Instandhaltung, gegebenenfalls Neuinstallation oder Rückbau ermittelt und in den Haushalt der Stadt Staßfurt eingestellt werden.“

Inzwischen hat der WAZV übrigens bereits sein eigenes Konzept vorgestellt, wo ab 2020 im gesamten Verbandsgebiet Prioritäten bei der Sanierung der Trinkwasserleitungen in den Kommunen gesetzt werden. „Mit einem Hydrantenkonzept plant der WAZV die Gemeinden bei ihrer Löschwasserversorgung im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen“, schreibt Geschäftsführer Andreas Beyer in der „Wasserzeitung“ des Verbandes, „In Summe sind sehr viele Überlegungen in das Trinkwasserversorgungskonzept geflossen, um gut durchdacht in die Zukunft zu starten.“

Der Verband ist offensichtlich schon weiter.