So läuft ein Termin im Impfzentrum Staßfurt (Ex-Kinderstation)

Schritt 1

Vorm Impfzentrum, Bodestraße 11 (Maskenpflicht), werden Identität, Impftermin und Körpertemperatur geprüft. Bei über 38 Grad hat der Betroffene keinen Zutritt und wird zum Hausarzt geschickt.

Schritt 2

Wartebereich. Paul Schwarz wird aufgerufen, wenn es weiter geht.

Schritt 3

Dritter Akt vorm Impfprozess: Paul Schwarz unterschreibt seine Datenschutzerklärung.

Schritt 4

In der Anmeldung bei Silke Worms werden die Chipkarte der Krankenkasse und der Impfausweis fällig.

Schritt 5

Zum Impfgespräch bittet hier Dr. Monika Mingram an der fünften Station unseren Probanden. Wer möchte, kann auch auf das Aufklärungsgespräch verzichten, muss das dann aber auch schriftlich dokumentieren.

Schritt 6

Die eigentliche Impfung in einem der vier Impfzimmer dauert nur wenige Sekunden und soll – nach Aussage von Dr. Monika Mingram – kaum schmerzhaft sein. Die Kanüle sei dünner als bei einer Grippeimpfung. Bis hier wird mit einer Dauer von 20 Minuten pro Person gerechnet, plus 15 Minuten Ruhe nach der Impfung.

Wichtige Hinweise

Es wird nur mit Termin und nach bundesweit festgelegter Priorität geimpft (aktuell: ab 80 Jahre, sowie Pflege- und medizinisches Personal). Termine werden nur über das Patientenservice-Telefon 116 117 oder www.impfterminservice.de vergeben. Zum Impfzentrum Chipkarte und Impfausweis mitbringen. Maximal eine Begleitperson für betroffene zu Impfende.

Staßfurt l „Wir sind ab Montag, 11. Januar, 9 Uhr, sofort arbeitsfähig“, verkündet Landrat Markus Bauer gestern beim dritten Pressetermin innerhalb fünf Wochen am Impfzentrum Staßfurt. Und er setzt hinzu: „Wenn jemand einen Termin hat.“

Die Anmeldung sei seit Dienstag möglich. „Mit Einschränkungen“, gibt Bauer zu und verweist auf das bundesweite Patientenservice-Telefon 116 117 oder www.impfterminservice.de. Beides lief nicht für alle erfolgreich, wie einige Leser mitteilten.

Aber: Der Terminkalender für nächste Woche sei voll, erklärt Bauers Stellvertreter Thomas Michling. Das würde dafür sprechen, dass die Terminvergabe über diese Netze funktioniert.

Bilder

Der Landrat bittet um Verständnis: „Bei Technik kann es zu Überlastungen und Wartezeiten kommen.“ Aktuell gebe es jedenfalls keinen anderen Weg. „Ohne Termin ist keine Impfung möglich.“ Er bittet darum, keinen Druck auf das Personal vor Ort auszuüben.

Wie der Testdurchlauf im Impfzentrum zeigte, können am Tag 200 Bürger geimpft werden – wenn genügend Impfstoff und Personal vorhanden. Um letzteres wirbt der Landrat noch. Besonders medizinisches, wie Laboranten oder Rettungsassistenten im Ruhestand, mögen sich in der Bodestraße 11 melden. Hilfe benötige man aber auch für verwaltungstechnische Dinge, die anliegen.

Unterdessen hat der Landkreis das Thema Impfstellen offensichtlich abgehakt. Wir würden ja wissen, was in den Kliniken los ist, meint Bauer. Man habe jetzt die Hausärzte-Thematik im Blick, um möglichst breit aufgestellt zu sein bei den folgenden Impfungen. Hausärzte hätten den Überblick, welche Patienten über 80 wären und würden außerdem auch Vertrauen genießen.