Staßfurt l Die vielfältige Schullandschaft in der Salzstadt ist mit der Eröffnung der Gemeinschaftsschule „Hermann Kasten“ reicher geworden. Das sagt Staßfurts Oberbürgermeister Sven Wagner. „Schüler und Eltern erhalten ein zusätzliches Angebot, das einer wachsenden Nachfrage entspricht.“

Standortfaktor

Bildung gehöre zu den kostbarsten Gütern, die von der Generation der Erwachsenen an Kinder und Enkel weitergegeben werden. Die Schule sei zudem die wichtigste Station, die Kinder und Jugendliche in ihrem jungen Leben durchlaufen. Sie mache einen großen Anteil des Alltags aus und präge jede Persönlichkeit auf vielfältige Weise. Deshalb sei es richtig, dass Leitung und Lehrer den mutigen Schritt gewagt hätten, dafür ein modernes Schulangebot zu schaffen, und Eltern allem aufgeschlossen gegenüberstanden. Sven Wagner würdigt dabei besonders das Engagement von Rektorin Verena Frank, die den eingeschlagenen Weg mit viel Engagement gehe und sich den Herausforderungen der Konzeptionierung, Vorbereitung und des vor allen liegenden Weges stelle. „Ganz offiziell und öffentlich möchte ich Verena Frank dafür danken und ein großes Lob aussprechen.“

Für die Kommunen sei es wichtig, dass es im Hinblick auf die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung moderne Bildungsorte gebe, so der Staßfurter Oberbürgermeister. „Gute Schulen sind ein entscheidender Standortfaktor geworden. Wenn eine Stadt gute, wenn sie vielfältige Bildungseinrichtungen aufweist, ist und bleibt sie attraktiv für ansässige und neue Bewohner und Unternehmer.“

Gemeinschaft

Landrat Markus Bauer sagt, dass auch der Landkreis durch die neue Gemeinschaftsschule bereichert sei. Es ist die dritte im Salzland, die der Kreis verantwortet, neben Egeln und Aschersleben. Zudem gibt es zwei Gemeinschaftsschulen anderer Träger in Könnern und Aschersleben. „Ohne Begeisterung ist nie etwas Großes entstanden“, sagt der Kreischef bei der Festveranstaltung. In Staßfurt hätten Lehrer, Schulleitung, neuer Schulförderverein, aber auch Eltern an den zukunftsweisenden Schritt geglaubt und die Idee Gemeinschaftsschule mit viel Engagement zur Realität werden lassen. „Eine wahrnehmbare Bildungseinrichtung, die ausstrahlt.“ Markus Bauer spendet als Anerkennung 100 Euro an den Schulförderverein.

Wie Oberbürgermeister Sven Wagner wendet sich der Landrat besonders an die Schüler, die jetzt mit der fünften Klasse in die neue Schulform starten. Die Glückwünsche der Stadt- und Kreisverantwortlichen würden sie begleiten, sagt Markus Bauer.

Das Lernen und Leben in der neuen Gemeinschaftsschule werde nun auch maßgeblich von allen Schülern bestimmt. „Miteinander Lernen heißt auch die Entwicklung von Sozialkompetenz. Im Alltag bedeutet das, sich gegenseitig zu unterstützen, sich mit Wertschätzung zu begegnen und Meinungsverschiedenheiten durchaus kritisch, aber immer fair auszudiskutieren“, sagt der Landrat.