Magdeburg/Egeln l Die Hengstmann-Brüder haben ihren ersten Auftritt in einem leeren Saal hingelegt. Am Sonnabend waren die Egelner Kabarettisten live im Moritzhof Magdeburg über Internetübertragung zu sehen. Hintergrund war auch eine Spendensammlung für Kulturschaffende der Region, die aktuell unter Honorarausfällen leiden.

„Das erste Mal ohne Publikum, sitzend und nicht stehend“ war die Aktion für Tobias und Sebastian Hengstmann eine tolle neue Erfahrung. Übertragen wurde das Kabarett laut Angaben der Brüder „von einem Androiden“, der die Kamera bediente. Das Publikum konnte die 40-minütige Show live kommentieren.

Und das tat es reichlich: Sven Rosomkiewicz schaltete sich als einer der ersten ein und schrieb „vorne, vorne“ in die Kommentare. Auf Wunsch des Bürgermeisters von Borne stimmten die Hengstmänner das Lied „Da vorne, da vorne, da vorne geht’s nach Borne“ an. Der Song hat Kultstatus, wenn die Kabarettisten in der Egelner Mulde spielen, ist sinnfrei und hat auch nicht mehr Zeilen.

Thema war natürlich auch Corona. Stichwort Homeoffice: „Da musste ich erstmal meine Frau fragen, wer die kleinen Menschen sind, die ständig durch die Wohnung rennen.“ Und: „Viele Kinder sind schon dabei, einen Betriebsrat zu gründen.“ Die Merkel habe sicher schon Corona gehabt: „Es ist aber nicht richtig ausgebrochen. Wahrscheinlich hat die sich von irgendwem übers ganze Gesichte lecken lassen, der positiv war.“ Sie plane auch noch ihre fünfte Amtszeit: „Seit 15 Jahren ist die Alte im Amt. Die wirste einfach nicht los!“ Fortsetzung nicht ausgeschlossen!