Güsten l Fünf Stunden lang geht das Publikum durchweg mit, als die Güstener Narren am Sonnabend ihre erste von drei Abendveranstaltungen zeigen. Ab der zweiten Halbzeit erobern die ersten Zuschauer die Tanzfläche und macht kräftig mit. „Großer Jüstener Bahnhof“ ist das Motto der 58. Session im „Hotel Stadt Güsten“.

Schunkeln ohne Ende. Schlager, deutsche Liebeslieder und Gassenhauer sind das musikalische Markenzeichen des Güstener Karnevals. Dazu ab und an Hip Hop, Pop und Hits der 90er. Dabei ist alles live gesungen beziehungsweise von der Band live gespielt. Und das geht bis zur Gänsehaut bei den wunderschönen Stimmen der jungen Damen auf der Bühne.

Bekannte Melodien, freche Texte

Die Güstener nehmen sich gern bekannte Lieder wie „Cordula Grün“, die sie mit neuen Texten durch den Kakao ziehen. Etwa als der klapprige Sanatoriumsinsasse frivol die massige Oberschwester Heidrun mit einer Pocahontas-Version ansingt: „Es tut mit leid, liebe Heidrun, ich wollt‘ ihn doch nur reintun.“ Und Melodien von Sarah Connors Melodie werden zum Klagelied über „Männerschnupfen“. Auch das ist ein Stärke der Güstener Jecken – musikalische Sketche mit verrückten Figuren und wunderbar eingängiger Musik.

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Um die eine oder andere freche Einlage ist auch Moderator Joachim Rosenthal nicht verlegen. Er haut einen Kalauer nach dem anderen heraus und führt wie jedes Jahr gut gelaunt durchs Programm.

Frauen sind die Stars

Bei den Güstener Jecken ist gute Stimmung immer programmiert. Sie stehen seit Jahren auf der Bühne und sind locker-flockig ohne Anspannung. Es ist übrigens nicht das Männerballett, das den Höhe- und Endpunkt der Veranstaltung setzt. Es regieren die Frauen: Umjubelt wird der Güstener Frauenchor, der in einem Remix seines bekannten Afrika-Tanzes Jung und Alt in einem exotischen Bild vereint.

60 Männer, Frauen und Kinder haben die Show in monatelangen Proben vorbereitet. „Das Motto Bahnhof stammt vom Tag der offenen Tür im Güstener Bahnhof. In das Thema kann man alles hineinpacken“, erklärte Oberjecke Ingo Krause. Ein großes Lob ging von Wolfgang Walcek für die Kulissen.

Es folgen noch Veranstaltungen am 15. und 22. Februar, je ab 19 Uhr, für den 15. gibt es noch Karten.