Staßfurt l Ganz kurzfristig konnten sie sich noch mit dem aktuellen Betreiber, der eigentlich zum 31. Dezember 2018 gekündigt hatte, einigen. Chris Peterka, der die Gastwirtschaft in der Staßfurter Kegelbahn betreibt, und die Abteilung Kegeln kommen sich jetzt gegenseitig finanziell entgegen. Hintergrund der Kündigung des Betreibers war, dass sich die Kegelbahn als Gaststätte nicht rentiert hatte. Chris Peterka zahlt dem SV Salzland, der das Gebäude der Stadt Staßfurt kostenlos nutzen darf, Pacht.

Neuer Vertrag, neue Pacht

„Wir haben einen neuen Vertrag ausgearbeitet und sind ihm bei der Höhe der Pacht entgegengekommen“, sagt Frank Beucke. Der Abteilungsleiter und seine Kegelfreunde hatten bis Ende Dezember noch gehofft, dass sich weitere interessierte Betreiber melden. Aber dazu war es nicht gekommen. Auch die Nachricht, Burkhard Nimmich habe Interesse an der Kegelbahn gehabt habe sich nicht bewahrheitet, so Frank Beucke.

Deshalb jetzt: Weniger Pacht für den Betreiber und mehr Kosten für den Sportverein. „Wir haben den Vertrag um ein Jahr verlängert“, bestätigt auch Chris Peterka. „Mit der Option, dass sich beide Seiten bis 30. September entscheiden können, ob der Vertrag nach dem einen Jahr noch weiterläuft.“ Der junge Gastronom und Veranstalter will jetzt versuchen, dass Objekt stärker anzupreisen, als Gaststätte und ebenso als Ort für Freizeitspaß wegen der Kegelbahn.

Die Kegler, für die das Gebäude Vereinsheim, Trainings- und Wettkampfstätte ist, mussten finanziell umdenken. „Es wird eng für uns, aber wir müssen das jetzt irgendwie stemmen“, sagt Frank Beucke.

Verein muss sich drehen

Der Verein muss in Zukunft selbst mehr zu den Betriebskosten des Hauses beisteuern. „Wir haben die Mitgliederbeiträge aus diesem Grund angehoben“, erklärt der Abteilungsleiter. „Der Mitgliedsbeitrag liegt ab sofort bei 120 Euro im Jahr, statt bei 80 Euro wie bis zuletzt. Das haben wir unseren Mitgliedern kurzfristig in einer Versammlung erklärt und das hat auch jeder – bis auf einer, der deswegen ausgetreten ist – verstanden und der Erhöhung zugestimmt. Den Rest müssen wir über Sponsoren einnehmen“, erklärt Frank Beucke weiter. „Wir werden sehen, wie das läuft.“

Insgesamt sind die Kegler aber glücklich, dass es weitergeht. Denn im Dezember drohte mit der Kegelbahn die ganze Abteilung auseinanderzubrechen: Hätten die Sportler keinen Betreiber mehr für die Gaststätte gehabt, der monatlich die Pacht zahlt, hätten sie die Betriebskosten als ehrenamtliche Mitglieder eines Sportvereins nicht alleine aufbringen können. „Für den Spielbetrieb ist es top, dass es weitergeht“, freut sich Frank Beucke. Denn die Abteilung Kegeln ist erfolgreich auf Landesebene und Kreisebene unterwegs, Punktspiele finden regelmäßig in der Charlottenstraße statt.