Güsten l „Wir leben hier wie in der Walachei“, schimpft Angela Thomas über die Zustände der „Straße“ am Kiesschacht. Egal, aus welcher Richtung man kommt, die Wege um das kleine Eigenheimgebiet sind katastrophal. „Loch an Loch. Da sind Feldwege besser ausgebaut“, so die Anliegerin. „Meine Tochter bekommt bald ein Baby. Hier unbeschadet mit dem Kinderwagen an die frische Luft zu kommen, daran ist nicht zu denken. Wir wollen ja keine Pflasterstraße, aber wenigstens trockenen Fußes die Wege nutzen können.“

Schlamm übers Grundstück

Das sieht Ralph Klügel genauso. „Die Kinder kommen mit Schlammschuhen in die Schule, weil nicht mal ein Fußweg existiert. Die Autos werden schlammig. Der Split, der zuletzt vor anderthalb Jahren aufgetragen wurde, hat von ,Zwölf bis Mittag‘ gehalten – abgesehen davon, dass die Straße daduch immer höher kommt.“ Das Wasser kann einfach nicht abfließen und wenn, dann ergießt sich der Schlamm über die Grundstücke. „Wir wollen keine Top-Straße, aber wenigstens einen Fußweg und dass das Wasser abfließen kann“, so der Anwohner, „Für die Rathausfassade ist doch auch Geld da. Und wir bezahlen wie alle Grundsteuern.“

Bürgermeister Helmut Zander wurde von den Bürgern in einem Brief auf den schlechten Zustand dieser „Straße“ aufmerksam gemacht. Auch andere Wege, sagt der Stadtchef, seien in desolatem Zustand. So der Seilerweg, der am Siechstal und der am Oxydationsgraben. Dort fahre nichtmal mehr das Müllfahrzeug. Seitens der Verwaltung werde nun wieder eine Aufschotterung in Betracht gezogen. Dazu müsse das Wetter aber besser werden und das Wasser von den Wegen runter sein.