Heute: Hundert Kerzen erleuchten noch einmal

In der Kirche Sankt Sixti werden heute wieder viele Kerzen erleuchten. Sie wurden bereits am 5. Januar entzündet und stehen noch. Damals fand in dem Gotteshaus der traditionelle Lichtergottesdienst statt. Das sei für die Bürger im Ort immer sehr schön und werde gut angenommen, freut sich Pfarrerin Dorothea Laser-Merker über den Zuspruch. Noch längere Zeit danach bis in den Abend hinein hätten alle zusammen gemeinsam erzählt uns sich ausgetauscht. Der Lichtergottesdienst fand am Vorabend des Epiphanias-Festes statt. Hunderte Lichter ließen das Gotteshaus in festlichem Glanz erstrahlen. Dazu sangen der Frauenchor Schneidlingen sowie der gemischte Chor FCM-Harmonie aus Groß Börnecke und die Sternsinger bereicherten das Fest. (ntu)

Schneidlingen l Der im vergangenen Jahr neu eingeführte Bischof der Landeskirche Mitteldeutschlands, Friedrich Kramer, ist am heutigen Freitag, 10. Januar 2020, in Schneidlingen zu Gast. Er wird um 19 Uhr ein Abendgebet in der Kirche Sankt Sixti halten. „Er hat gesagt, dass er in einem Monat mindestens zwei Gotteshäuser der evangelischen Landeskirche Mitteldeutschlands, zu der rund 1000 Gemeinden zählen, besuchen will“, weiß Pfarrerin Dorothea Laser-Merker. Gefragt, wie der Besuch zustande kam, erklärt sie, dass sich das im Grunde zufällig ergab. Denn die Pfarrerin arbeitet auch im Landeskirchenarchiv und nahm an einer Weihnachtsfeier teil. Dort traf sie den Bischof im Dezember und konnte persönlich mit ihm sprechen. Da habe sie die„Chance ergriffen“, ihn in das Kirchspiel „Am Hakel“ einzuladen. Dorothea Laser-Merker freut sich, dass es jetzt geklappt hat. Schneidlingen sei ihres Wissens nach für den Bischof auch die erste Kirche mit Abendgebet in diesem Jahr.

Zum Kirchspiel „Am Hakel“ zählen neben Schneidlingen auch noch die evangelischen Gemeinden in Cochstedt und Groß Börnecke. Schneidlingen hat die Pfarrerin ausgewählt, weil die dort stehende Kirche Sankt Sixti derzeit vom baulichen Zustand her ein bisschen das Sorgenkind ist. „Schneidlingen hat es am nötigsten. Wir können damit ein Zeichen setzen, dass die Kirche nicht aus dem Blick gerät“, erklärt die Pfarrerin, warum ihr der Besuch des Bischofes gerade dort sehr am Herzen liegt. Es müsse allerhand passieren. Großes Problem in Schneidlingen seien die wundervollen Deckengemälde von Sankt Sixti.

Deckengemälde ein Problem

Sie wurden wegen großer Reparaturen am Dach vor längerer Zeit abgenommen, müssten aber dringend wieder dran, denn sonst bestehe Gefahr, so die Befürchtung der Gemeinden, dass sich das Holz während der Lagerung verziehe. Hier seien auch immer Förderungen beantragt worden, leider bisher ohne Erfolg. Zudem sei im letzten Jahr auch der Bau eines barrierefreien Eingangs beantragt worden, leider ebenfalls ohne Erfolg. Dabei sei das vor allem für ältere Leute, die auf Gehhilfen oder Rollatoren angewiesen sind, unabdingbar.

Bilder

„Ich will damit sagen, hinter den Kulissen tut sich was, aber es ist schwer. Die Erhaltung liegt uns am Herzen.“

Zum Besuch des Bischofs am heutigen Freitag sind alle Bürger eingeladen. Dabei handele es sich um ein schlichtes Abendgebet. Hinterher habe aber jeder, ob Kirchenmitglied oder nicht, Gelegenheit zum Gespräch. Wer interessiert ist, kann danach mit in das warme Pfarrhaus kommen, lädt Dorothea Laser-Merker ein.