Staßfurt l Sich bei einem Cocktail am Ufer eines Gewässers in der Sonne zu räkeln. Sich Austoben in einem Riesenwasserball. Schlendern, Shoppen und Schlemmen. Ausflüglerherz was willst du mehr? Kein einziger Regentropfen schmälerte an diesem 1. Mai das Vergnügen am einzigartigen Kleinod, welches die Salzstadt der Internationalen Bauausstellung 2010 zu verdanken hat und das es eigentlich verdient hätte, viel öfters von den Staßfurtern für solche oder ähnliche Veranstaltungen genutzt zu werden.

Die Gelegenheit, sich an dem bunten Treiben zu beteiligen, packten nicht nur wieder zig Händler und Gastronomen beim Schopfe. Da präsentierten sich Tanzgruppen, Feuerwehren und Vereine an den grünen Ufern des Stadtsees, wie beispielsweise die Wehren aus Aderstedt und Löderburg, der Feuerwehrförderverein der Staßfurter Wehren, die Schachfreunde der SG Einheit. Traditionell waren zur Eröffnung mit dem Oberbürgermeister und der Salzfee die Staßfurter Marinekameraden, Schützen und Kumpel vom Bergmannsverein einmarschiert, angeführt vom Spielmannszug aus Tarthun. Sven Wagner kündigte an, dass sich der See mit den neuen Häusern schon bald noch attraktiver zeigen werde.

Mit speziellen Kirschblütenfest-Angeboten trugen Mitglieder des veranstaltenden Staßfurter Gewerbevereins zum Gelingen bei. Da gab‘s mit Kirschen gefüllte Windbeutel vom Theatercafé, Kirschbier bei Wein-Steins und Törtchen in Kirschblüten-Optik am Stand der Konditorei Bechstein.

Bilder

Den ersten Publikumspreis zum Kirschblütenfest – würde es den denn geben – hätte ein schmuckes Mädchen aus Staßfurt verdient. Michelle Sophie Jaensch hatte sich extra einen Blütenkranz ins Haar gebunden. Sie hatte vermutlich ebenso wenig über den Aufwand für „die paar Stunden“ Kirschblütenfest nachgedacht, sondern einfach gemacht – wie die Organisatoren. Der Gewerbeverein Staßfurt konnte sich schließlich auch im 3. Jahr über eine tolle Resonanz für die ganzen Mühen freuen.

Zum Programm gehörte übrigens dieses Mal wieder etwas Lokalpolitik. War die Premiere vor zwei Jahren von der Landratswahl geprägt, sammelte der CDU-Ortsverband nun Unterschriften gegen das Gartenabfall-Brennverbot. Dazu demnächst mehr.