Elternbeiträge für Kita und Hort in Saale-Wipper

Die monatlichen Beiträge für alle sieben Kindertagesstätten im Bereich der Saale-Wipper sind gleich. Zur Krippen- und Kindergartenbetreuung gab es keinen Diskussionsbedarf mehr. In der Diskussion waren zuletzt noch die Hortgebühren.

Laut noch zu beschließender Satzung sind vorgesehen:

Für den Hort in der Schulzeit:

bis zu zwei Stunden 37 Euro

bis zu drei Stunden 42 Euro

bis zu vier Stunden 46 Euro

bis zu fünf Stunden 50 Euro

bis zu sechs Stunden 55 Euro

in den Ferien:

bis zu fünf Stunden 20 Euro

bis zu sechs Stunden 22 Euro

bis zu sieben Stunden 23 Euro

bis zu acht Stunden 25 Euro

bis zu neun Stunden 27 Euro

bis zu zehn Stunden 29 Euro

Eine Betreuung nur in den Ferien ist grundsätzlich nur schulhalbjährlich beziehungsweise schulganzjährlich zu buchen.

Gastkinder zahlen für: Kinderkrippe 19 Euro, Kindergarten 18 Euro, Hort neun Euro (täglich).

Güsten l Sachgebietsleiterin Sabine Rotter verteidigte im Saale-Wipper-Ausschuss für Schulen und Kindertagesstätten die Möglichkeit, die Stunden für die Hortbetreuung weitgehender nach unten staffeln zu können, als vom Gesetzgeber verlangt. Das reicht nach Empfehlung der Verbandsgemeinde nach unten bis zu zwei Stunden während der Schulzeit und bis zu fünf Stunden während der Ferien. Das würde Sparpotenzial bedeuten, sowohl für die Eltern, als auch für die Verbandsgemeinde in Folge.

Paradoxerweise erntet die Empfehlung Gegenwehr seitens der Elternvertretung. Lars Lehmann, der erst kürzlich zum Vorsitzenden der Gemeinde-Elternvertretung gewählt worden war, begrüßte zwar, dass 95 Prozent der Eltern in den Genuss kämen, weniger bezahlen zu müssen. Er vertritt aber auch die Auffassung, dass die Zwei- und Drei-Stunden-Regelung gestrichen werden sollte. Begründung: Mit der Absenkung der Stunden würde auch die bisherige Qualität der Betreuungsangebote gefährdet werden. „Die Einrichtungen befürchten, dass geringere Betreuungsangebote möglich wären, wenn weniger Kinder da sind.“

Hort öffnen

Dem entgegnete Sabine Rotter, dass mehrere Eltern diese geringen Stundenzahlen buchen würden. Nämlich elf in Giersleben, acht in Güsten. Der Hort der Plötzkauer Grundschule wäre nur bis 14.30 Uhr geöffnet. Demzufolge käme die Zwei- und Drei-Stunden-Regelung auch dort zur Anwendung. „Als Verwaltung empfehlen wir, das nicht zu streichen.“ Der Gesetzgeber empfehle zwar ab vier Stunden während der Schulzeit und ab fünf in den Ferien, „wir sehen aber Bedarf am minimalen Angebot“. Daniel Wernicke (Linke) unterstützte das: „Ich sehe keinen Grund, die Eltern schlechter zu stellen.“

Ines Querfurth (Saale-Wipper-Fraktion) ist auch für zwei Stunden während der Schulzeit, plädierte aber auf eine vier Stunden-Mindest-Grenze während der Ferien. „Sonst könnte der Ferienhort mal nie wegfahren.“

Der Ausschuss empfahl dem Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde als nächste Instanz, die neue Kita-Kostenbeitragssatzung mit einigen Änderungen zu beschließen.

Zustimmung fanden zudem die Leistungs-, Qualitätsentwicklungs- und Entgeltvereinbarungen, die der Landkreis mit den Kitaträgern von Giersleben (Lebenshilfe Bördeland)und Osmarsleben (Kids e.V.) für 2019 ausgehandelt hat. Bei Pünktchens Stromerland ergeben sich immerhin 88 000 Euro weniger im Vergleich zu 2018.