Egeln l Die Kleiderkammer der Stadt Egeln, die von den sozialschwachen Familien gut angenommen wird, ist nach einer kurzen Pause ab Montag wieder geöffnet. Dann können sich Bedürftige nicht nur aus der Stadt Egeln, sondern aus allen Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Egelner Mulde, dort wieder komplett neu einkleiden. Und das kostenlos.

Dazu berechtigt sind Empfänger von Hartz-IV- und Grundsicherungsleistungen sowie Flüchtlinge nach Vorlage ihres entsprechenden Ausweises, sagte die Leiterin der Kleiderkammer, Silvia Maaß. Sie ist dort bis zum 30. September dieses Jahres mit Hilfe einer Beschäftigungsmaßnahme des Programms „Gesellschaftliche Teilhabe - Jobperspektive 58 +“ eingesetzt. „Diese Maßnahme wird von der Stadt Egeln mit 200 Euro pro Monat bezuschusst“, teilte Hauptamtsleiterin Dagmar Witzke mit.

Silvia Maaß hat an dieser Tätigkeit so viel Freude und Erfüllung gefunden, dass sie diese Arbeit nach dem Auslaufen der Maßnahme auch auf ehrenamtlicher Basis weiter machen würde, teilte sie Bürgermeister Reinhard Luckner (UWGE) mit. Das Stadtoberhaupt bedankte sich bei einem Besuch zum Jahresende bei Silvia Maaß und ihren Helferinnen für ihr Engagement. „Wir sind froh, dass wir Frau Maaß haben. Sie betreibt ihre Arbeit mit viel Herzblut. Deshalb haben wir großes Interesse, dass sie uns erhalten bleibt“, lobte Luckner.

Wie die in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Tafel ist auch die Kleiderkammer stets auf Spenden angewiesen. Wer über Textilien verfügt, die nicht mehr passen oder aus einem anderen Grund ausrangiert werden sollen, kann diese zu den Öffnungszeiten montags, dienstags und mittwochs von 8 bis 13 Uhr oder freitags von 15 bis 17 Uhr bei Silvia Maaß abgeben.

„Die Sachen für Erwachsene und Kinder müssen sauber und tragbar sein. Wenn mal ein Knopf fehlen sollte oder eine Änderung vorgenommen werden muss, ist das auch kein Problem“, sagte die Leiterin der Kleiderkammer. „Bis auf Möbel und elektrische Kleingeräte nehmen wir eigentlich alles an. Das reicht von Schuhen über Geschirr, Bettwäsche und Bücher bis hin zu DVDs“, fügte Silvia Maaß hinzu.

Wie Dagmar Witzke ergänzte, besteht auch die Möglichkeit, anonym zu bleiben. Die Spenden können in Säcken verpackt abgegeben werden. Geld wird dafür aber nicht bezahlt.

Die Leiterin der Einrichtung nutzte den Besuch der Volksstimme, um sich bei allen Spendern für die Unterstützung und die Bereitstellung von Textilien, Schuhen, einem Kinderzimmer, Kinderwagen und Hausrat zu bedanken.