Staßfurt l Einen ihrer vier Erdgas-betriebenen Linienbusse stellte die Firma Haubold Hecklingen auf dem Benneck‘schen Hof vor, passend zum Thema des 15. Tages der Regionen 2020 – „Verwurzelt, weltoffen, klima-bewusst“. Diese Busse könnten auch auf einen Antrieb mit Wasserstoff umgerüstet werden, erklärt Torsten Haubold.

Großen Raum nahmen gestern auch die Vorstellung des Klimaschutzkonzepts der Stadt durch das beauftragte Ingenieur-Büro sowie die Pläne um die Energieregion Staßfurt ein.

Demnach soll bereits 2023 der erste „grüne Wasserstoff“ genutzt werden können. Der Plan: Mit Hilfe sieben neuer Windkraftanlagen in einem bestehenden Windpark bei Förderstedt/Brumby und eines Elektrolyseurs in der Biomethangasanlage Staßfurt wird der Energieträger hergestellt. Partner sind dabei MVV, Stadtwerke Staßfurt und EMS.

Dirk Tempke von der MVV, die aus den Mannheimer Verkehrs- und Versorgungsbetrieben hervorgegangen ist und sich als kommunalorientiertes Unternehmen versteht, kennt ein bereits funktionierendes Beispiel: „In Mainz fahren seit zwei Jahren Busse mit Wasserstoff, der in der Region hergestellt wird. Auch bei den Schienenfahrzeugherstellern ist viel Bewegung diesbezüglich.“

Wasserstoff sei der Energieträger der Zukunft, ist auch der Staßfurter Wirtschaftsförderer Christian Schüler überzeugt. Neben weniger Abgasen locken erhebliche Gewerbesteuern.

Dirk Tempke ergänzt, dass mit der Energieregion Staßfurt und der Salzlandsparkasse auch ein Windsparbrief für Bürger in Arbeit sei.