Hecklingen/Schneidlingen l Die Tafel versorgt die Langzeitarbeitslosen der Stadt und der Gemeinde Giersleben mit Lebensmittelspenden. „Dieses Thema ist bei der Klusstiftung nach wie vor auf dem Tisch, so dass wir daran festhalten wollen“, sagte der Kommunalpolitiker.

Vertrag ist fertig

Das dazu von beiden Seiten ausgearbeitete Vertragswerk sei vom Hecklinger Stadtrat jedoch noch nicht beschlossen worden, weil der Vorstand der Klusstiftung noch keine Entscheidung getroffen hatte. „Deshalb konnten wir es noch nicht beschließen“, sagte der Bürgermeister. Denn zum Beschlusspaket gehöre auch die Kündigung des Vertrages mit der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktförderung Salzland(Gesas) gmbH, die die Hecklinger Tafel seit dem 1. Januar 2014 betreibt.

Dieser Tagesordnungpunkt sei in der September-Sitzung abgesetzt worden, sagte die Stadtratschefin Ethel-Maria Muschalle-Höllbach (Wählergemeinschaft Hecklingen). Der Haupt- und Finanzausschuss hatte der entsprechenden Beschlussvorlage sowie dem mit dem Geschäftsführer der Klusstiftung, Horst Koth, ausgehandelten Übernahmevertrag zugestimmt.

Sozialer Träger

Die von der Stadtverwaltung vorgelegten Unterlagen sehen vor, dass die Hecklinger Tafel zum 1. Januar 2020 in die Trägerschaft der Klusstiftung übergeht. Sie betreibt seit dem 1. Januar 2018 auch die Tafel auf der Wasserburg in Egeln, die die evangelische Kirchengemeinde der Stadt jahrelang mit ehrenamtlichen Kräften geführt hatte. Der Anstoß zur Übergabe kam von Ethel-Maria Muschalle-Höllbach, die die Hecklinger Tafel 2006 zusammen mit dem ehemaligen Initiativkreis für Arbeitsbeschaffung und Bildung Staßfurt aus der Taufe gehoben hatte. Von der Übergabe an die Klusstiftung verspricht man sich im Hecklinger Rathaus angesichts der angespannten Haushaltslage Einsparungen und Synergieeffekte. „Es ist zwar nur ein kleiner Beitrag zur Konsolidierung, aber es ist einer“, sagte Muschalle-Höllbach im September.

Der Vertrag sieht vor, dass die Stiftung die Tafel zum 1. Januar 2020 eigenständig und auf eigene Kosten am bestehenden Sitz in der Hamburger Straße in Hecklingen übernimmt. Damit verbunden sind die Organisation und Verwertung der Sach- und Geldspenden, der Abschluss der entsprechenden Verträge im Rahmen der Lebensmittelbereitstellung mit Dritten, die Organisation und Durchführung des Tourenplans zur Einsammlung von Sachspenden sowie die Ausgabe und Verteilung der Verpflegungsbeutel an die Bedürftigen.

Zur Unterstützung der Stiftung will die Stadt ihr das gesamte Inventar, den sieben Jahre alten Lkw Ford Transit/Tourneo, der die Bezeichnung „Glücksbringer“ trägt, und die von der Stadt für die Tafel verwahrten Gelder zur Verfügung stellen. Von der Klusstiftung selbst war keine Stellungnahme zu bekommen.