Witzenhausen/Staßfurt l „So viele Einladungen müssen erstmal sortiert werden“, ist Jenny Marnitz auch zwei Tage danach noch ganz angetan von dem Großtreffen. 150 regionale Repräsentantinnen aus ganz Deutschland hatten den 7. Deutschen Königinnentag in der hessischen Kleinstadt zu einem wunderbaren Ereignis werden lassen.

Und mittendrin im Geschehen die Salzfee und Mitglieder des Bergmannsvereins aus Staßfurt.

Regen vermiest Stimmung nicht

Burkhard Nimmich als Vorsitzender des Vereins Tag der Regionen Salzlandkreis und Vater der Staßfurter-Salzfee-Idee hatte sich schon im Vorfeld darum bemüht, die Repräsentantin der Salzstadt in Witzenhausen etwas bekannt zu machen. Auf seinem Urlaubstrip nach Großbritannien unternahm er einen Abstecher an die hessisch-thüringische Landesgrenze und brachte etwas Werbematerial von der Salzfee und Staßfurt vorbei.

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Eine Weinhandlung war so nett und fand ein Plätzchen für Poster und Prospekte in ihrem Schaufenster.

Das Wetter meinte es schließlich am ersten Tag der Großveranstaltung nicht so gut mit den Hoheiten. „Wir haben uns aber vom Regen nicht die Stimmung vermiesen lassen“, berichtete Frohnatur Jenny, die mit acht ebenbürtigen Vertreterinnen aus Sachsen-Anhalt eine „schöne Clique“ bildete, mit der sie sehr viel Spaß hatte. Ihre Eindrücke waren so stark, dass sie so ein Königinnentreffen gern mal nach Staßfurt holen würde. „Das wäre sicher sehr aufregend. Und Witzenhausen ist auch nur eine Kleinstadt wie Staßfurt“, meint die Salzfee.

Einmaliges Erlebnis

Burkhard Nimmich, der das Treffen im Rahmen der 53. Kesperkirmes miterlebt hat, konnte ebenfalls zahlreiche Anregungen in die Heimat mitnehmen. „Schon die Idee mit dem Schaufenster-Auftritt finde ich nachahmenswert.“ Besonders hebt er die Anlandung der Witzenhausener Kirschenkönigin und ihres Königshauses am Werra-Ufer per Boot hervor, für die sich der dortige Kanuclub ins Zeug legte. Auch die „größte königliche Autogramm-Stunde der Welt“ oder die Ausfahrten der 150 Hoheiten auf 150 Trikes durch die Straßen der Kleinstadt mit ihren 14.000 Einwohnern seien einmalige Erlebnisse gewesen. „Sehr emotional war zudem die Krönung der neuen Kirschenkönigin Sophia I. und ihres Königshauses“, erinnert sich der Staßfurter.

Nimmich meint, dass die Teilnahme der Salzfee am Königinnentag inklusive des vom Bergmannsverein betreuten Staßfurter Informationsstandes etwas für die Bodestadt gebracht habe. „Die Leute dort zeigten sich sehr interessiert.“

Er habe auch eine begeisterte ehemalige Egelnerin getroffen, die beste Grüße an ihre Heimat ausrichten ließ. Und nicht nur die 200 Autogrammkarten der Salzfee seien im Nu verteilt gewesen. Die Witzenhausener und ihre Besucher nahmen ebenso die Infos vom Strandsolbad und Löderburger See sowie Fahrzeugmuseum Staßfurt gern entgegen.

Stellplätze für Caravan nötig

Gefragt worden sei er auch nach Caravan-Stellflächen in Staßfurt. „Ohne die würden nämlich potenziellen Besuchern nicht in Staßfurt lange verweilen“, so Burkhard Nimmich.

Natürlich hätten die Staßfurter Ausflügler auch Werbung für den Tag der Regionen gemacht, der am 29. September wieder in die Salzstadt lockt. Und der Vereinsvorsitzende selbst hat etliche Kontakte in Witzenhausen knüpfen können.

Man darf gespannt sein, was das Tag-der-Regionen-Programm am letzten September-Sonntag auf dem Benneck‘schen Hof davon beinhaltet. Oder dann im nächsten Jahr. Es sind schließlich nur noch wenige Wochen bis dahin.

Aber die haben es für unsere Salzfee nochmal in sich. „Ich glaube, bis zum Tag der Regionen bin ich jetzt fast jedes Wochenende unterwegs“, erklärt Jenny. Die nächstgelegene Veranstaltung wäre das Neundorfer Heimatfest am ersten August-Wochenende. Dann folgt das Elbeauenfest in Parey am zweiten August-Wochenende. Auch von der „Jommener Jurkenkönigin“ sei sie noch in diesem Sommer eingeladen worden.