Staßfurt l „Der überwiegend positive Tenor ist phantastisch für mich als City-Manager und die Wirtschaftsförderung der Stadt“, reagiert Stefan Beyer auf die Volksstimme-Artikel. Dass die Arbeit, die das Team der Wirtschaftsförderung für die Stadt macht, so gut wahrgenommen wird, sei für die Mitarbeiter eine tolle Bestätigung.

Die von Bürgern und Unternehmern angeführte Kritik sei richtig, denn erst wenn Kritik auch geäußert wird, könne man als Stadt daran arbeiten. Daher fand Stefan Beyer auch die kritischen Anmerkungen gut, weil sie ehrlich waren. „Das ist Ansporn für uns, die Dinge noch besser zu gestalten.“ Negative Stimmen gehören in jeder Stadt zum Stimmungsbild, und die Stadt Staßfurt habe in der früheren Vergangenheit ja auch Fehler gemacht.

Dass die Staßfurter aber viel über ihre Stadt meckern, könne er aus seiner bisherigen Arbeit als City-Manager der Stadt nicht bestätigen. „Es gibt sicherlich Menschen, die behaupten, es sei nichts los in Staßfurt, das ist eben die Grundhaltung einiger Menschen.“ Dabei müsse man aber realistisch bleiben: „Wir sind eben eine Kleinstadt“, so Stefan Beyer. Riesige Einkaufsmeilen wie in den Großstädten des Landes werden in Staßfurt nicht aus dem Boden schießen.

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Er könne von Seiten der Wirtschaftsförderung aber nur immer wieder betonen: „Wir sind an vielen Problemen der Stadt dran, die wir Stück für Stück angehen. Wir haben viele Pläne.“

Kritik beachten

Dabei laufen übrigens jede Menge Projekte und Gespräche im Hintergrund, die die Stadt oft erst öffentlich machen kann, wenn Verhandlungen abgeschlossen und Verträge gemacht sind.

Ob er die Kritik einiger Bürger, es gebe zu wenig Bekleidungsangebote in Staßfurt, nachvollziehen kann, beantwortet der City-Manager mit einem „Jein“. „Fakt ist, dass es mehrere Bekleidungsgeschäfte bei uns gibt“, aber so etwas sei eben Geschmackssache, bei der jeder Mensch sehr individuell entscheidet.

Für ihn persönlich sei seine Arbeit als City-Manager in Staßfurt – seit März hat er diesen Posten erst inne – sehr positiv angelaufen. Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen in der Steinstraße sei konstruktiv und lösungsorientiert. Es sei im Team der Wirtschaftsförderung geglückt, mit den Unternehmern auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. „Ich fühle mich in Staßfurt sehr gut angenommen und die positiven Stimmen bestärken mich umso mehr, mit Elan weiterzumachen.“

Wertschätzung ist vorhanden

Dabei betont die Wirtschaftsförderung der Stadt auch, dass die Steinstraße nur der Anfang vermehrter Bemühungen ist und man auf keinen Fall die Unternehmern am Prinzenberg und in der Hohenerxlebener Straße vergessen wird. Man habe eben einfach nur in der Steinstraße begonnen.

Auch Oberbürgermeister Sven Wagner (SPD) freut sich über die positiven Stimmen von Bürgern und Unternehmern aus der Steinstraße bei den Umfragen der Volksstimme. „Da sieht man: Wer sich positiv präsentiert, wird letztendlich auch positiv wahrgenommen“, sagt er. „Mich freut zum Beispiel, dass die Menschen wahrnehmen, dass der Sperlingsberg schöner geworden ist und das wertschätzen.“ Dieser sei früher ganz zugewachsen und vernachlässigt gewesen. „Auch Spielgeräte haben wir dort installiert.“

Sven Wagner hofft, dass durch die „vielen guten Dinge, die gerade in unserer Stadt entstehen“, das konstante, schlechte Gerede über Staßfurt hoffentlich bald ein Ende haben wird. Er freut sich auch besonders, dass die Lebenshilfe unter anderem mit dem Neubau am Luisenplatz aktuell sehr viel Engagement in die Stadt stecke.

Auch die Kritikpunkte spricht der Oberbürgermeister gleich an: „Fakt ist, dass wir es geschafft haben, leerstehende Einheiten in der Steinstraße zu beleben.“ In Sachen „baufällige Gebäude“ arbeite man aktuell an Lösungen, die noch nicht alle spruchreif sind. Mit den neuen Gebäuden am Luisenplatz und Kress auf dem Neumarkt erhofft er sich zwei Magneten, die noch mehr zur Belebung beitragen.

Aber die Stadtverwaltung allein könne auch nicht alles bewirken. „Ich wünsche mir, dass auch die Staßfurter Bürger bereit sind, die Geschäfte anzunehmen und Umsatz zu generieren. Denn erst dann wächst alles noch weiter und dann kann keiner mehr sagen, in Staßfurt sei nichts los.“

Teil 6: Welche Pläne hat die Stadt für die Steinstraße in Zukunft, was steht konkret an? Wenn auch Sie Ihre Meinung äußern wollen, schreiben Sie an redaktion.stassfurt@volksstimme.de. Sehen Sie eine Entwicklung in der Steinstraße? Was kann noch besser werden in Staßfurts Innenstadt?