Hecklingen l Der Startschuss ist gefallen. Mit einer Auftaktveranstaltung hat in Hecklingen die Erarbeitung eines Integrierten Gemeindeentwicklungskonzeptes (IGEK) begonnen. Damit sucht die Stadt unter Anleitung eines Beraters quasi ihre eigene Identität. Die Analyse zieht sich durch alle Bereiche des städtischen Lebens, erklärt die stellvertretende Bürgermeisterin Marion Strecker. Ob demographische Entwicklung, Ehrenamt, Wirtschaftsförderung, Senioren, Kinder, Stärkung der Wirtschaft bedarfsgerechte Infrastruktur, Familie Bildung, Freizeit - Ziel des Konzepts sei es, so Strecker, die planerische Grundlage für die ländliche Entwicklung zu schaffen. „Dabei soll die Gemeinde ihre Stärken und Schwächen kennen lernen, formulieren und Ziele definieren.“

Politik berät

Außerdem könnte das Konzept in Zukunft Geld für Straßenbau und Co. sichern. „Das Konzept soll die Grundlage für zukünftige Förderanträge sein“, erklärt Hecklingens Bürgermeister Uwe Epperlein (Wählergemeinschaft Hecklingen). Und solche Bewerbungen der Stadt um Geld von Land oder Bund für Sanierungsmaßnahmen sind derzeit Hecklingens großer Anker im Hoffen darum, dass es in de Orten weiter geht. Umso wichtiger ist es dem Rathauschef gerüstet zu sein.

Der Stadtrat hat zum Konzept vor knapp einem Jahr grünes Licht gegeben. Das Verfahren wurde damit eröffnet. Jetzt beginnt die Planung der Umsetzung. Rund 67.000 Euro soll das IGEK die Stadt kosten. Drei Viertel des Betrages hat die Stadt in Form von Fördermitteln erhalten.

Mittlerweile hat Epperlein nicht nur den Vertrag mit dem Büro auf dem Tisch, welches das Projekt begleitet und unterstützt. Vertreter der Kommunalpolitik und die Ortsbürgermeister nahmen an einer ersten Auftaktveranstaltung teil. „Man hat uns berichtet, was auf uns zukommt“, informiert Epperlein.

Rundgänge

In jedem Fall sei der Stadt angeraten worden, die Bevölkerung mit ins Boot zu nehmen. Das könnte in Form von Fragebögen, die man verteilt, passieren. Auch die Durchführung einer Einwohnerversammlung sei vorgeschlagen worden. Wann und wie das geschehen soll, ist bisher nicht bekannt. Epperlein machte klar, dass es wichtig sein müsse, möglichst viele Leute zu erreichen. Er sprach von einer breiten Einbeziehung der Öffentlichkeit. In Kürze sollen in einem ersten Schritt Rundgänge durch alle Orte der Stadt stattfinden, kündigte Epperlein an. Termin nannte er noch nicht.

Hintergrund ist, dass das neue Entwicklungskonzept dabei die alten Dorf- und Stadtentwicklungskonzepte ablöst, die nur zum Teil vorhanden sind. Dennoch wurden sie in der jüngeren Vergangenheit noch genutzt, um Förderungen zu beantragen. Gleich nach dem Mauerfall hatten Kommunen angefangen, die Konzepte zu schreiben. Eine Anpassung an die reale Entwicklung in den Gemeinden blieb aber aus.

Außerdem bilden die alten Entwicklungskonzepte nur einen Teil der gemeindlichen Entwicklung ab. Die neuen Städteplanungen gehen dabei viel tiefer und seien im Umfang viel umfassender, sagt Uwe Epperlein.

Infos zu verschiedenen Themenfeldern

Um die ganzen Themenfelder für das neue Konzept abzuarbeiten, brauche es vor allem Zeit, sagt der Bürgermeister. Mit gut eineinhalb Jahren rechnet er dafür.