Staßfurt/Schönebeck l In den letzten zwei Wochen hätten sich 1800 Beschäftigte an den Streiks beteiligt. Gefordert wird ein Tarifvertrag. Lenkt die Arbeitergeberseite nicht ein, droht Verdi mit Urabstimmung und weiterer Streikausdehnung. Wieder ist am Freitag ein Streik von 6 bis 22 Uhr geplant. Bereits am Montag wurde in Aschersleben und Staßfurt gestreikt. Am Dienstag folgte Schönebeck, danach Bernburg (Mittwoch). Am Donnerstag soll in Haldensleben gestreikt werden.

„Die Arbeitgeberseite schweigt weiter. Öffentlich geäußerte Reaktionen sorgen bei uns für Verwunderung. Wenn die Verhandlungsverweigerung mit der Situation im Jahre 2012 begründet wird, so ist das sehr weit hergeholt. Damals war der jetzige Geschäftsführer noch nicht verantwortlich. Darüber hinaus ging es vor sieben Jahren darum, die bestehenden Tarifverträge durch Verzicht auf die Jahressonderzahlung und das Leistungsentgelt abzusenken. Unsere signalisierte Verhandlungsbereitschaft wurde ignoriert, individuelle Regelungen führten zur Abschaffung der Sonderzahlungen. Diese werden bis heute den Beschäftigten verweigert“, erklärt Verdi-Verhandlungsführer Bernd Becker.

Wirtschaftliche Schieflage

Lars Timm, Regionalgeschäftsführer bei Ameos Ost hatte gegenüber der Volksstimme gesagt: „Schon 2012 war Verdi für eine wirtschaftliche Schieflage verantwortlich. Da wurden Lohnerhöhungen durchgedrückt. Das ist verantwortungslos."