Staßfurt l Noch am 28. August ist die Hamsterstraße in Staßfurt im Bereich der Krummen Straße gesperrt. Die Bauverwaltung im Rathaus teilt mit, dass die Bauarbeiter zwischen beiden Straßen den Asphalt einbauen und damit die Verbindung wieder herstellen. Die Umleitung für Autofahrer wird über die Nordstraße und dem Athenslebener Weg geführt.

Alles neu

Seit März wird an der Krummen Straße gearbeitet. Nachdem vor vier Jahren ein erster Abschnitt saniert wurde, entstehen jetzt im Bereich zwischen Sülzestraße und Hamsterstraße eine neue Fahrbahn mit Aufbau und Bitumendeckschicht und gepflasterte Fußwege. Im Bauabschnitt liegt jetzt auch ein Regen- und Schmutzwasserkanal. Der bisherige Mischwasserkanal,er war über 100 Jahre alt, erfüllte nicht mehr in allen Bereichen seine Funktion. Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Bode-Wipper“ ließ ihn ersetzen. Zudem wird die Straßenbeleuchtung komplett erneuert. Alles Ausgeführte entspricht in den Materialien denen im ersten Bauabschnitt. Das komplette Pflaster der alten Fahrbahn konnte wegen zu starker Verschleißerscheinungen nicht mehr wieder hergestellt werden. Die neue Fahrbahn sollte zudem möglichst geräuscharm sein. Allerdings werden die Parkplätze an die frühere Ansicht erinnern, für sie wird das Naturpflaster zum Teil wieder verwendet.

Die Stadtverwaltung hat während der Bauausschusssitzung die Mitglieder des Stadtrates über den Stand der Arbeiten informiert. Die Fertigstellung der Straße wird sich bis in den September ziehen, hieß es.

Viel zu eng

Das nahm die Politik zu Kenntnis. Ein Streit entzündete sich aber an der Ausführung des Gehweges auf der rechten Seite in Richtung Hamsterstraße. Der ist nach Ansicht einiger Stadträte viel zu schmal. Wolfgang Kaufmann, Fachbereichsleiter für Bauen und Stadtsanierung, kennt die Kritik. „Allerdings hatten wir angesichts der vorhandenen Straßen- und Bebauungsstruktur keine Alternative.“ Die Sanierung „im Bestand“ hätte den Kompromiss erforderlich gemacht, einen der Gehwege zu beiden Seiten weniger breit auszuführen. Die Alternative wäre, den Fahrbahnumfang enger zu fassen, was allerdings Probleme mit dem sogenannten Begegnungsverkehr mit sich gebracht hätte. „Das ist nicht optimal, war aber an dieser Stelle nicht anders lösbar.“ Im Ausschuss verweis man auf Mindeststandards. Wolfgang Kaufmann sagt, dass es sich dabei um technische Regeln handele, die allerdings keine Vorschriften darstellten.