Staßfurt l Sitzt, wackelt und hat Luft: Oberbürgermeister Sven Wagner und seine Referentin Julia Föckler freuen sich über einen echten Schatz. Denn das hölzerne Relief mit einer Darstellung von Johannes dem Täufer hat seinen Platz im Sitzungszimmer des Rathauses gefunden - mit Bedacht. Denn der Heilige gehört nicht nur in das Wappen der Stadt, sondern verkörpere auch Nächstenliebe, Standhaftigkeit und Gerechtigkeit. Werte, für die Staßfurt einstehe und die auch die politische Arbeit in der Salzstadt ausmachen sollten, so der Stadtchef.

Dass die Schnitzarbeit aus dem Fundus privater Sammler zurückgekehrt, ist der Initiative des Geschichtsvereins zu verdanken. Er wurde dabei von den Stadtwerken, dem Stadtpflegebetrieb und der Wohnungs- und Baugesellschaft unterstützt. Beim Salzlandfest 2018 wurde es offiziell übergeben.

Das Kunstwerk stammt aus dem Jahr 1934. Die Hobbyhistoriker haben inzwischen auch geklärt, wer der Künstler ist. Eine Signatur verweis auf einen „E. Würdig“. Den gab es in Staßfurt, aber er war Schmied - hatte aber auch eine Affinität zur Schnitzerei.