Egeln/Etgersleben l Auf der Bundesstraße 180 zwischen Etgersleben und Klein Germersleben wird keine Mautstation für Lkw errichtet.

Der Bund, der ein Ingenieurbüro aus dem Landkreis Gotha schon mit den vorbereitenden Arbeiten beauftragt hatte, hat nach dem Bericht der Staßfurter Volksstimme vom 18. Januar unter der Überschrift „Neuer Fall für Bund der Steuerzahler?“ seine Pläne gestoppt.

Bald keine Bundesstraße mehr

„Der Standort wird nicht weiter beplant, da sich der Abschnitt der Bundesstraße in der Abwidmung befindet“, teilte Katrin Boller vom gleichnamigen Ingenieurbüro nun dem Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) mit. Auf diesen Sachverhalt hatte der Kommunalpolitiker die Planer bei einem Vororttermin am 14. Januar erst aufmerksam gemacht.

Über die Aktivitäten hatte sich Stöhr sehr gewundert, denn das Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt hatte ja unmissverständlich klar gemacht, dass es die Bundesstraße im Abschnitt von Wanzleben über Etgersleben bis Egeln-Nord zu einer Gemeindestraße abstufen will. „Wenn die Mautstation trotzdem aufgebaut wird, könnte sie zu einem Fall für den Bund der Steuerzahler werden. Das wäre dann einen Eintrag in das Schwarzbuch für die Steuerverschwendung wert“, sagte Stöhr Mitte Januar. Denn für das ordnungsgemäße Funktionieren dieser Anlage hätte eine rund 500 Meter lange Leitung Elektrokabel aus Richtung Etgersleben verlegt und der Graben am Standort der Station verrohrt werden müssen.

„Die spannende Frage ist jetzt, ob die Abstufung zur Landes-, Kreis-, oder Gemeindestraße erfolgt. Ich habe bislang dazu noch keine weiteren Informationen aus dem Verkehrsministerium. In der gemeinsamen Stellungnahme von Salzlandkreis, Bördekreis, Stadt Wanzleben und Verbandsgemeinde hatten wir, falls eine Abstufung überhaupt erforderlich ist, die Abstufung zur Landesstraße gefordert und dies auch rechtlich begründet“, sagte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister.