Die wichtigsten Regeln für den kontaktfreien Sportbetrieb im Freien

Kontaktfreie Ausübung des Sports im Freien erfolgt bei Einhaltung eines Abstands von durchgänging mindestens 1,5 Metern.

Individuelles Training, zu zweit oder in kleinen Gruppen von maximal fünf Personen.

Kein Wettkampfbetrieb.

Hygieneanforderungen, insbesondere Desinfektion genutzter Sportgeräte, sind einzuhalten.

Keine Nutzung von Umkleidekabinen, Gastronomiebereichen und sonstigen Gemeinschaftsräumen einer Sportstätte.

Der Zutritt zu WC-Anlagen, insbesondere die Möglichkeit des Händewaschens, muss möglich sein.

Kein Kleidungswechsel und keine Körperpflege in der Sportstätte.

Keine Ansammlungen, insbesondere beim Betreten oder Verlassen der Sportstätte.

Risikogruppen dürfen keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt werden.

Zuschauer sind nicht zugelassen.

(Aus der Corona-Eindämmungsverordnung Sachsen-Anhalts)

Staßfurt l „Wir haben am Dienstag sofort die Netze angebaut. Es sind doch alle Sportler ,juckig‘, wenn sie wochenlang nicht trainieren durften“, beschreibt Andy Konze. Auf der Tennisanlage der zur Gaensefurther Sportbewegung gehörenden Abteilung herrscht seit dem ersten Tag wieder Hochbetrieb. Wenn man das gegenwärtig überhaupt so sagen darf.

Fakt ist, dass sich hier auf dieser großräumigen Sportstätte niemand zu nahe kommt – eine grundlegende Regel momentan im gesamten gesellschaftlichen Leben.

„20 Personen dürfen auf das Gelände“, kennt Abteilungsleiter Reiner Christoph die Sonderspielregeln, die es besonders jetzt einzuhalten gilt. Natürlich sei es schon etwas komisch, darum bitten zu müssen, ob man wieder in sein Vereinsdomizil darf. Aber die Sportfreunde können damit leben.

Bilder

Die Stadtverwaltung muss nach wie vor auf großes Verständnis der Beteiligten bauen, denn sie setzt nur das durch, was „von oben“ kommt.

Das heißt, die Vereine müssen einen Antrag stellen, wenn sie ihre – der Stadt gehörenden – Sportstätten für kontaktfreien Sport im Freien wieder nutzen wollen. Das geht formlos. Die Mitarbeiter des dafür zuständigen Fachdienstes Schule, Jugend und Kultur stünden außerdem beratend zur Verfügung, damit die Auflagen zu Abstands- und Hygieneanforderungen individuell mit jedem Verein abgestimmt werden können, erklärt Oberbürgermeister Sven Wagner. Was sein muss, muss sein.

Besonders als Sportfreund kann er auch nachfühlen, wie sehnsüchtig die Lockerungen der Corona-Regeln erwartet wurden. „Ich freue mich, dass das Vereinsleben jetzt langsam wieder in Schwung kommt und die Bürger ihren sportlichen Hobbys nachgehen können“, so Wagner. Er schätze zudem ein, dass sich die Sportler an die Vorgaben halten. Und der OB betont, wie wichtig das gemeinsame Training im Freien ist: „Das stärkt das soziale Miteinander und die Gemeinschaft.“

Zu den ersten Vereinen, die die Möglichkeit der Antragsstellung nutzten, gehören neben den Tennissportlern der Gaensefurther Sportbewegung unter anderem auch die ZLG Atzendorf und der SV Förderstedt sowie der SV Bode Löderburg. Die genannten Vereine wollen nächste Woche den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen.

Der Mannschaftskapitän des SV Rathmannsdorf freut sich mächtig auf das Training auf der gepflegten Anlage am Köksbusch. Zwei Fünfergruppen haben sich bereits angemeldet. „Es wird Zeit. Besonders auch an den freien Wochenenden weiß man doch gar nicht, was man ohne Fußball machen soll“, so Matthias Kürschner.

Ob der Ball außerhalb der Bundesliga noch rollen wird in dieser Saison? Die Hoffnung der Sportfreunde stirbt zuletzt.

Zu ihnen darf man auch den Sportfischerverein Löderburg zählen, der seine Gewässer von der Stadt gepachtet hat. Vorsitzender Andreas Herrmann hofft, dass im Juni wieder ein normales Vereinsleben stattfinden kann. Er bat den Salzland-Kurier, die Mitglieder des SFV darüber zu informieren, dass das Vereinsleben im Mai weiter ruht. „Angeln darf man, ja. Aber wir wollten eine Versammlung durchführen und hatten auch einen Wettkampf geplant...“

Zahlreiche Vereine müssen sich noch in Geduld üben.