Staßfurt l „,Wohin wollen wir?‘, haben wir unsere Mitarbeiter gefragt“, spricht Geschäftsführer Eugen Keller von einem Veränderungsprozess, an dem auch die Stadtwerke Staßfurt nicht vorbeikommen, will sich das Unternehmen den vier „Megatrends“ stellen. Diese benennt Keller mit Demografie, Digitalisierung, Dekarbonisierung (weg von fossilen Brennstroffen) und Dezentralisierung.

Das Öko-Bewusstsein werde einfach größer. Die Stadtwerke sind beispielsweise dabei, den kommunalen Fuhrpark auf E-Antriebe umzustellen.

Als Zeichen nach außen, dass es Veränderungen gibt, hat der Versorger ein neues Logo in Auftrag gegeben. Eine Italienerin gewann den Wettbewerb, an dem sich 40 Designer mit 336 Vorschlägen beteiligten, so Marketingleiterin Nicolle Diener. Den Feinschliff überließ man der regionalen „Haus-und-Hof“-Agentur.

Die Stadtwerke wollten weg von den „vier Farben und vielen Strängen“ im Logo, entschieden sich für die beiden Farben der „Lieblingsenergie“, welche bereits erfolgreich als Produkt eingeführt worden sei.

Blauer Haken mit Signal

Der blaue Haken soll dem Kunden signalisieren: alles richtig gemacht. Das Orange soll für Wärme und Lebensfreude stehen. Die Schriftart sei jetzt klarer. Mit dem „ß“ im Staßfurt wolle man Tradition und Verbundenheit darstellen.

An Bewährtem wollen offensichtlich auch die Mitarbeiter festhalten, wie die Auswertung der internen Umfrage ergab. Eugen Keller: „Kundennähe und Fachkenntnis stellten unsere Mitarbeiter als zwei Tugenden heraus.“ Aber auch Effizienz und Digitalisierung seien gewünscht worden.

Der Stadtwerke-Chef hat nicht zuletzt durch den neuen Facebook-Auftritt des Unternehmens festgestellt, dass die Kunden individueller geworden seien.

Ziel ist es auch, „Leute anzusprechen, die nachhaltiger sein wollen – ohne mehr bezahlen zu müssen“, so Keller. „Wie weit das geht, müssen wir sehen.“ Ab 2021 biete man „grünen Strom“ an. „Ja, nachhaltiger Leben geht auch mit einem regionalen Versorger, wie wir es sind.“

In Sachen Umweltbewusstsein sind die Stadtwerke auch insofern mit relativ kleinen Dingen selbst unterwegs, dass Photovoltaik auf dem Dach installiert wurde, dass über die Digitalisierung weniger Papier verbraucht und Versand eingespart werden sollen. Die beiden Blockheizkraftwerke arbeiten mit Erdgas. Die Fuhrpark- umstellung wurde erwähnt.

Größeres Projekt „Energieregion Staßfurt

Neben vielen „kleinen Dingen geht der Versorger aber auch größere Ziele an. Stichwort: „Energieregion Staßfurt“. Unter der Schirmherrschaft der Stadt Staßfurt arbeiten die Stadtwerke und weitere Partner an einem Projekt, bei dem vor Ort „grüner Wasserstoff“ produziert, vertrieben und verbraucht werden soll.

Mittelfristig, also in wenigen Jahren, wollen die Beteiligten diese Art der Veränderung umsetzen.

Über den Inhalt der „Energieregion Staßfurt“ wollen die Partner die Staß-furter und ihre Gäste beim Tag der Regionen am Sonntag, 27. September, ab 10 Uhr, auf dem Benneck‘schen Hof in der Salzstadt informieren.