Hecklingen l Langweilig wurde es für über 60 Tänzer aber nicht. Ganz im Gegenteil, schon die Aufschrift auf dem Plakat über der Bühne deutete darauf hin. In Anlehnung an die frühere Show des Fernsehens der DDR gestalteten die Tänzer in Hecklingen ihre eigene Sendung. „Unser Kessel Buntes“. Der Friedrichstadtpalast tauschte mit dem Saal der Gaststätte „Hotel Stadt Bernburg“ und die Gastgeber sorgten selbst für Stimmung und tanzten vier Stunden durch, rechnet man die Pausen zur Stärkung ab. Am Morgen ging es los. Gegen 14 Uhr ertönten beispielsweise bekannte Klänge vieler Operetten. Ob Annenpolka oder Radetzkimarsch. Vorher war bereits von einem griechischen Sirtaki bis hin zum Charleston; von der „Jugendliebe“ bis hin zu „Singing in the Rain“ oder dem bekannten Schlager „Warum hast du nicht nein gesagt“ von Roland Kaiser alles dabei.

Unser Kessel Buntes

„Unser Kessel Buntes war sehr abwechslungsreich und vielfältig aufgestellt“, kann die Leiterin der Interessengemeinschaft Karin Wieker sagen. Sie führte durch das Programm und leitete die Gruppen über das Parkett. „Auseinander, seit ran, drehen, die Dame geht, der Herr ran ...“, Hinweise wie diese seien bei Seniorentänzen üblich, erklärt die ausgebildete Tanzleiterin des Bundesverbandes für Seniorentanz. Auch während der Veranstaltung war Hilfe ausdrücklich erlaubt. Dazwischen gab es weitere Höhepunkte. „Wir hatten wieder ein umfassendes Programm“, freut sich Karin Wieke über den Auftritt von Helga Hahnemann alias Elfriede Spiller aus Groß Börnecke, die fragte: „Wo ist mein Geld geblieben?“. Außerdem spielten Lena und Michel Bartholomes auf ihren Blasinstrumenten ein Ständchen. Der Männerchor Hecklingen besang in seinem Potpourri den Wein. „Das hat zum Schunkeln eingeladen“, berichtete Karin Wieker und sie erzählte, dass passend zum Motto des Tages entsprechende Preise als Ehrung überreicht wurden. Goldene Hennen gingen an Frauen, die sich sehr engagieren. Dankbar entgegengenommen wurden die originellen Auszeichnungen von Christine Haberer, Christa Prast, Rita Gregor, Gisela Arndt, Gudrun Mücke, Monika Freitag und Regina Zwinkmann.

Das Tanzen in den Gruppen soll für viele Teilnehmer sehr wichtig sein. Es sei schön, zu sehen, wie gut einigen Leuten das Tanzen tue. Karin Wieker ist überzeugt, dass beim Tanzen nicht nur körperliche Fähigkeiten wie Gleichgewichtssinn trainiert werden. Sie sagt: „Wer tanzt, muss sich auch konzentrieren und vergisst so leicht seine kleineren oder größeren Probleme. Tanzen erleichtert und befreit den Geist. Egal in welchem Alter: Tanzen macht Spaß, ist gesund, bringt neue Kontakte und Lebensfreude.“

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