Staßfurt l Nach dem Brand in einem Pressmüllfahrzeug bittet der zuständige Kreiswirtschaftsbetrieb im Salzland, dass die Bürger genau darauf achten, was sie in die Tonnen füllen - zum Schutz der Mitarbeiter und der Technik. Der Lkw war am 2. März in Hoym unterwegs. Nur durch das umsichtige Handeln der Mitarbeiter und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden. Offensichtlich hatte ein Bürger seine heiße Asche in die Hausmülltonne gekippt, bevor sie abgeholt wurde.

Abkühlen

Die Leitung des Kreiswirtschaftsbetriebes berichtet aktuell von dem Vorfall und gibt deshalb Hinweise. „In die Hausmülltonne dürfen keine brennenden Stoffe oder heiße Asche gefüllt werden. Dies kann zu Bränden der Mülltonnen und auch der Fahrzeuge führen“, sagt Betriebsleiter Ralf Felgenträger. Asche dürfe erst in die Restmülltonne gefüllt werden, wenn sie vollends erkaltet ist. „Es empfiehlt sich, die Asche zunächst in einem verschlossenem Metallgefäß ein paar Tage abkühlen zu lassen. Häufig verbergen sich in der Asche noch Reste von Glutnestern, die man leicht übersieht. Wenn solche Glutreste Luft bekommen, können sie sich in Verbindung mit brennbaren Stoffen im Restmüll zu einem Schwelbrand oder zu einem richtigen Brand entwickeln“, erklärt Ralf Felgenträger. Schäden die an Fahrzeugen und Tonnen entstehen, und der Ersatz für Technik und Infrastruktur kosten Geld, alles müsse auf die Allgemeinheit umgelegt werden und schlage sich auch in den Gebühren nieder. Das könne jeder in Eigenverantwortung verhindern.

Zehn Kameraden

Gestern morgen bemerkten die Mitarbeiter des Kreiswirtschaftsbetriebes die Rauchentwicklung im Müllwagen noch rechtzeitig. Sie brachten das Fahrzeug am Ortsrand zum Stehen und entleerten es auf einer freien Fläche. Die alarmierten Feuerwehren der Ortschaften Hoym und Frose rückten mit drei Fahrzeugen und zehn Mann Besatzung zum Brandherd aus, um den Schwelbrand zu löschen. Weil die Mitarbeiter Ondrian Wunderling und Maik Rische geistesgegenwärtig reagierten, berichtet Ralf Felgenträger, konnte ein größerer Schaden am Pressmüllfahrzeug des Kreiswirtschaftsbetriebes vermieden werden.