Staßfurt l Politik und Stadtverwaltung stellen den neuen Museumsbeirat auf feste Füße. „Für die Sitzung des Ausschusses für Kultur, Bildung und Sport am 15. November ist die Bestellung von zunächst fünf Mitgliedern vorgesehen“, sagt Ina Siebert als zuständige Fachdienstleiter im Staßfurter Rathaus im Volksstimme-gespräch. Gerald Meyer, Vorsitzender des Bergmannsvereins, Oliver Rimasch, Rico Schäfer, Dierk Schulter und Bernd Wilke haben ihr Interesse an einer Mitarbeit bekundet. Der Fachausschuss wird über die Bestellung jeweils in einzelnen Beschlussvorlagen entscheiden.

Neuausrichtung

Der Stadtrat hatte im Februar 2017 eine Satzung für den Beirat des Stadt- und Bergbaumuseums beschlossen. Das bisherige Gremium hatte bis dahin durch Austritte und altersbedingt Mitglieder verloren. Aus dem Kulturausschuss kamen deshalb Ideen für einen Neustart.

„Der Beirat soll der Museumsleitung fachlich beratend zur Seite stehen und eigene Ideen entwickeln, wie das Haus zukunftsweisend aufgestellt werden kann“, hatte Ausschussvorsitzender Gerhard Wiest (Fraktion Die Linke) damals gesagt. In einer mehrfach von der Politik diskutierten Satzung sollten wesentliche Kriterien für die Arbeit der Gruppe und ihrer Mitglieder festgesetzt werden. Geplant war, dass höchstens sieben Personen dem Museumsbeirat angehören sollten, die über sehr gute Orts- und Geschichtskenntnisse zur Stadt Staßfurt verfügen. „Der Museumsbeirat ist bei allen die grundsätzliche Konzeption des Stadt- und Bergbaumuseum betreffenden Fragen zu beteiligen“, legt die Satzung fest. Dazu sollte sich der Beirat bei Bedarf, aber mindestens vierteljährlich zu Beratungen treffen. Der Oberbürgermeister oder ein von ihm benannter Beschäftigter der Verwaltung sowie die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Bildung und Sport können an den diesen Sitzungen teilnehmen.

Stimmrecht

Die Mitglieder des Museumsbeirates, ähnlich wie auch die Stadtseniorenbeiräte, erhalten entsprechend der eigenen Satzung und der Entschädigungssatzung der Stadt Staßfurt eine Aufwandsentschädigung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit von monatlich 20 Euro. Auch eventuell entstehende Fahrkosten sollen den Beiräten erstattet werden. Die Verwaltung plant dafür insgesamt 720 Euro pro Haushaltsjahr ein.

Diskussionen hatte es im Vorfeld darüber gegeben, ob Oberbürgermeister und Kulturausschussmitglieder bei ihrer Teilnahme im Beirat auch Stimmrecht haben sollten. Das hatten die Mitglieder des Förderstedter Ortschaftsrates in einem Antrag gefordert, der allerdings keine Mehrheiten gefunden hatte. „Wenn etwas im Museum passiert, entscheiden Kulturausschuss und Rat ohnehin in letzter Konsequenz“, sagte Gerhard Wiest damals dazu.

Der Ausschuss tagt am 15. November ab 18.30 Uhr im Rathaus.